Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze setzt im Wahlkampf auf Persönlichkeit statt Programme
Schulze: Persönlichkeit entscheidend im Landtagswahlkampf

Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze setzt im Wahlkampf auf persönliche Stärken

Weniger Programm, mehr Persönlichkeit – das ist die Wahlkampfstrategie von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) für die anstehende Landtagswahl. Der Regierungschef zieht dabei klare Lehren aus dem jüngsten Wahlergebnis in Baden-Württemberg und betont die wachsende Bedeutung des persönlichen Auftretens von Spitzenkandidaten.

Persönlicher Auftritt als entscheidender Faktor

„Umfragen sind das eine, das Ergebnis am Wahltag ist etwas anderes“, erklärt Schulze in einem Interview mit der Zeitung „Welt“. Der Ministerpräsident verweist dabei auf die Entwicklung in Baden-Württemberg, wo die Grünen viele Monate deutlich hinter der CDU lagen, am Ende aber knapp die Nase vorn hatten. „Und noch wichtiger ist: Am Ende kommt es vor allem auf den Spitzenkandidaten an – immer weniger auf Programme und Parteien.“

Schulze geht davon aus, dass sich auch in Sachsen-Anhalt der Wahlkampf auf zwei Parteien konzentrieren wird. „Im Südwesten waren es CDU und Grüne, in Sachsen-Anhalt wird es CDU gegen die AfD sein“, prognostiziert der CDU-Politiker. Wie in Baden-Württemberg seien die Spitzenkandidaten entscheidend, daher werde der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt stark auf ihn zugeschnitten sein.

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Regierungsarbeit als Wahlkampfargument

„Als Ministerpräsident habe ich die Möglichkeit, durch meine Regierungsarbeit zu zeigen, wie ich mir die Zukunft unseres Landes vorstelle“, betont Schulze. Von Umfragen und Zwischenständen lasse er sich nicht beirren: „Am Ende zählt der Wahltag.“ Der Regierungschef sieht seine Partei dabei im leichten Aufwind, auch wenn er einräumt, dass Landtagswahlen nie völlig losgelöst von der Bewertung einer Bundesregierung seien.

Positiv bewertet Schulze, dass die Union auf Bundesebene zuletzt leicht zugelegt habe. „Aber das muss in den nächsten Monaten noch deutlich stärker werden“, fordert der Ministerpräsident. Die CDU werde in seinem Bundesland „ein deutliches bürgerlich-konservatives Profil“ zeigen und damit klare Konturen gegenüber der Konkurrenz setzen.

Ausgangslage vor der Landtagswahl

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Die Ausgangslage ist für die CDU herausfordernd: In aktuellen Umfragen liegt die AfD zuletzt deutlich vor der CDU. Diese Situation erinnert an die Entwicklung in Baden-Württemberg, wo die Grünen nach dem vorläufigen Ergebnis bei der Wahl am Sonntag vor der Union knapp die Nase vorn hatten und die AfD auf Platz 3 landete.

Schulze betont jedoch, dass solche Umfragen nur Momentaufnahmen seien und der tatsächliche Wahlausgang von zahlreichen Faktoren abhänge. Sein Fokus liegt dabei klar auf der persönlichen Darstellung seiner politischen Arbeit und Visionen für Sachsen-Anhalt – eine Strategie, die er aus den Erfahrungen in Baden-Württemberg abgeleitet hat und die den klassischen Programmwahlkampf in den Hintergrund rücken lässt.

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