Emma Aicher kämpft trotz Slalom-Podium um Mini-Chance auf Gesamt-Weltcup
Aichers Mini-Chance auf Gesamt-Weltcup trotz Podium

Emma Aicher trotz Podestplatz nur mit Mini-Chance auf Gesamt-Weltcup

Die deutsche Skirennläuferin Emma Aicher (22) hat beim Weltcup-Finale in Lillehammer, Norwegen, im Slalom einen weiteren Podestplatz erreicht. Mit Platz drei sicherte sich die Allrounderin ihren zehnten Top-Drei-Platz in dieser alpinen Skisaison und den fünften im Slalom. Dennoch vergrößerte sich ihr Rückstand auf die überragende Mikaela Shiffrin (31), die sich ihren neunten Slalomsieg in der laufenden Saison holte.

Knappe Entscheidungen und wachsender Rückstand

Im ersten Lauf zeigte sich Aicher nach eigenen Angaben etwas träge und hatte Schwierigkeiten, nach vorne zu kommen. „Der zweite Lauf war schöner zu fahren, zum Durchschwänzeln. Ich bin ganz zufrieden. Es waren solide Läufe“, kommentierte die Athletin ihre Leistung. Dennoch fehlten ihr nur 0,04 Sekunden auf Platz zwei, den Michelle Holdener belegte. Diese knappe Entscheidung ist symptomatisch für Aichers Saison, in der ihr bereits mehrfach ein Wimpernschlag zu besseren Platzierungen und damit mehr Punkten fehlte.

Die zweitbeste Deutsche im Rennen war Lena Dürr auf Platz 17. Vor den beiden Technik-Disziplinen Slalom und Riesenslalom hatte Aicher noch 45 Punkte Rückstand auf Shiffrin in der Gesamtwertung, die aus der Summe aller vier Disziplinen resultiert. Durch Shiffrins Sieg und Aichers dritten Platz vergrößerte sich der Abstand nun auf 85 Punkte.

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Ausgangslage vor dem finalen Riesenslalom

Die Situation für Emma Aicher ist vor dem letzten Rennen der Saison am Mittwoch, dem Riesenslalom, äußerst schwierig. Um noch Gesamt-Weltcup-Siegerin zu werden, müsste sie das Rennen gewinnen und Shiffrin müsste ausscheiden oder die Top 30 verpassen. Beides gilt als unwahrscheinlich, da der Riesenslalom traditionell Aichers schwächste Disziplin ist. Ihre beste Platzierung in dieser Saison war ein vierter Platz im schwedischen Are.

Nach zwei Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen und dem zweiten Platz im Abfahrts-Weltcup deutet sich nun auch in der Gesamtwertung ein zweiter Platz an. Die Entscheidung fällt am Mittwoch ab 12.30 Uhr, wobei der erste Durchgang bereits um 9.30 Uhr beginnt. Beide Läufe werden live im ZDF übertragen. Sollte Aicher dennoch die große Kristallkugel gewinnen, wäre sie die erste deutsche Gesamt-Weltcup-Siegerin seit Maria Riesch im Jahr 2011.

Die Saison hat gezeigt, dass Emma Aicher zu den weltbesten Allrounderinnen im alpinen Skisport gehört. Ihre Konstanz über alle Disziplinen hinweg ist beeindruckend, doch die Dominanz von Mikaela Shiffrin in den Technik-Disziplinen, insbesondere im Slalom, macht den Kampf um den Gesamtsieg zu einer enormen Herausforderung. Die letzten Rennen in Lillehammer bringen somit nicht nur Spannung für das aktuelle Rennen, sondern auch für die Zukunft des deutschen Skisports.

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