Ermittlungen zu Freiburger Großbrand vor Abschluss: Zigarette als mutmaßliche Ursache
Freiburger Großbrand: Zigarette als mutmaßliche Ursache

Ermittlungen zu verheerendem Großbrand in Freiburg stehen vor dem Abschluss

Nach einem der größten Brände der vergangenen Jahre in Baden-Württemberg stehen die Ermittlungen zu dem verheerenden Feuer in einem Freiburger Industriegebiet kurz vor dem Abschluss. Eine glimmende Zigarette könnte demzufolge die Ursache des Großfeuers vom Oktober des vergangenen Jahres gewesen sein, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mitteilte. Konkrete Hinweise auf eine technische oder elektronische Zündquelle hätten sich im Zuge der umfangreichen Spurensuche durch spezialisierte Brandexperten nicht ergeben.

Brandgutachten liefert entscheidende Erkenntnisse

„Das Brandgutachten und die sonstigen Ermittlungsergebnisse liegen hier vollständig vor“, erklärte die Sprecherin der Anklagebehörde weiter. Demnach waren an der Stelle, wo das Feuer seinen Ausgang nahm, Polstermöbel an der Außenwand des Gebäudes abgestellt gewesen. „Diese sind in Brand geraten; von dort aus breitete sich das Feuer rasend schnell auf das gesamte Gebäude aus“, so die offizielle Darstellung. Explizit betonte sie, dass an dieser Lagerstelle keine besonders leicht entflammbaren Gegenstände gelagert gewesen seien.

Keine Anklageerhebung zu erwarten

Ein konkret verantwortlicher Täter konnte im Rahmen der intensiven Ermittlungen nicht ermittelt werden. Daher ist nicht zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird. Die Ermittler gehen von einem bedauerlichen Unfall aus, der durch fahrlässiges Verhalten ausgelöst wurde, ohne dass eine strafrechtlich relevante Vorsatzhandlung vorlag.

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Enorme Schäden durch das Inferno

Von dem verheerenden Feuer war ein ausgedehnter Gewerbekomplex mit mehreren ansässigen Unternehmen im Stadtteil Hochdorf betroffen, der sich unweit der vielbefahrenen Autobahn 5 befand. Das Areal umfasste eine Fläche von rund 60.000 Quadratmetern. Der gesamte Komplex brannte bei dem Großbrand komplett aus und wurde weitgehend zerstört. Der entstandene Sachschaden wurde von Experten auf rund 50 Millionen Euro geschätzt, was diesen Vorfall zu einem der finanziell folgenschwersten Brände der Region in jüngster Zeit macht.

Einsatz der Feuerwehr unter extremen Bedingungen

Die örtliche Feuerwehr hatte die gewaltigen Flammen unter enormem Einsatz von mehreren Drehleitern aus bekämpft. Die gewaltige Rauchsäule des Großbrandes war im vergangenen Oktober kilometerweit zu sehen und sorgte für erhebliche Aufmerksamkeit in der gesamten Region. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Ausdehnung des Feuers und der involvierten Materialien äußerst schwierig und dauerten entsprechend lange an.

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