Berliner Grillparks: Wo das Brutzeln in der Hauptstadt erlaubt ist
Für Berlinerinnen und Berliner, die Lust auf Grillen haben, aber über keinen eigenen Balkon oder Garten verfügen, kann die Suche nach einem geeigneten Ort durchaus kniffelig werden. In vielen Bezirken der Hauptstadt ist das Grillen in öffentlichen Grünflächen grundsätzlich untersagt. Dennoch gibt es einige ausgewiesene Plätze, an denen das Brutzeln offiziell gestattet ist. Sobald die Temperaturen steigen und der Frühling Einzug hält, zieht der Duft von Holzkohle und Bratwurst durch die Stadt. Wer keinen privaten Außenbereich besitzt, kann auf diese öffentlichen Grillmöglichkeiten zurückgreifen.
Die Bezirke im Detail: Wo gegrillt werden darf
Charlottenburg-Wilmersdorf: In diesem Bezirk ist das Grillen ausschließlich auf dem Rudolf-Mosse-Platz erlaubt, der sich in der Nähe des Rüdesheimer Platzes im Rheingauviertel befindet. Das Grillen ist hier ganzjährig möglich, allerdings sind Bodengrills strikt verboten.
Friedrichshain-Kreuzberg: Dieser Bezirk bietet die meisten öffentlichen Grillflächen in Berlin. Gegrillt werden darf auf der Grillwiese am Neuen Hain im Volkspark Friedrichshain, wobei Stellplätze online gebucht werden können. Zusätzlich gibt es ausgewiesene Bereiche im Görlitzer Park und auf dem Blücherplatz. Auch hier gilt: Das Grillen direkt auf dem Boden ist nicht gestattet.
Mitte: Im Bezirk Mitte steht eine ausgewiesene Grillfläche im Monbijoupark zur Verfügung. Die Grills müssen einen Mindestabstand von 30 Zentimetern zum Boden einhalten, wie ein Sprecher des Bezirksamts erläutert. Flüssige Brandbeschleuniger sind ebenso verboten wie das Grillen großer, nicht zerteilter Tiere, beispielsweise Spanferkel. Das Ordnungsamt und der Parkdienst führen regelmäßige Kontrollen durch, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Neukölln: Das Tempelhofer Feld zählt zu den beliebtesten Grill-Spots in Berlin. In Neukölln ist dies der einzige Ort, an dem das Grillen offiziell erlaubt ist. Zwei spezifische Stellen befinden sich am Parkeingang Oderstraße und am Eingang Columbiadamm. Die Grills müssen eine Fußhöhe von 25 Zentimetern aufweisen, wie eine Sprecherin des Bezirksamts mitteilte. Das Verwenden von Ästen, Zweigen oder Holzresten zum Grillen ist untersagt, und die Asche muss in speziellen Containern entsorgt werden.
Pankow: In Pankow dürfen Grillfreunde ihre Paprika-Spieße und Würstchen im Mauerpark zubereiten. Laut einem Sprecher ist dies nur auf ausgewiesenen Flächen innerhalb des Parks gestattet. Aus Rücksicht auf die Natur und andere Parkbesucher sowie Anwohner gelten spezielle Zeitregelungen: In den Monaten Juni und September darf nur zwischen 12.00 und 20.00 Uhr gegrillt werden, in Juli und August zwischen 12.00 und 21.00 Uhr. Es ist wichtig, ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern zu halten. Gasgrills und Einweggrills mit direktem Bodenkontakt sind nicht erlaubt. Während der Grillsaison wird spezielles Personal zur Kontrolle eingesetzt.
In den übrigen Berliner Bezirken gibt es nach Angaben der Pressestellen keine öffentlichen Grillplätze, was die Auswahl für Grillbegeisterte einschränkt.
Der Berliner Grill-Knigge: Sicherheit und Rücksichtnahme
Bei zu trockenen Witterungsbedingungen können die Bezirksämter das Grillen aufgrund der Brandgefahr vorübergehend verbieten. Es ist von großer Bedeutung, Essensreste, Alufolie, Flaschen und Asche ordnungsgemäß zu entsorgen. Heiße Asche kann Plastikmüllbehälter schnell in Brand setzen, daher stehen an öffentlichen Grillplätzen spezielle Container zur Verfügung. Auf dem Balkon haben Holzkohlegrills nichts zu suchen, wie auf dem Hauptstadtportal berlin.de betont wird. Kontakt- und Elektrogrills sind dagegen unproblematisch, sofern auf die Nachbarn Rücksicht genommen und mögliche Vorgaben im Mietvertrag beachtet werden.
Insgesamt bietet Berlin trotz der restriktiven Regelungen in vielen Bezirken einige attraktive Möglichkeiten für öffentliches Grillen. Durch die Einhaltung der lokalen Vorschriften und einen respektvollen Umgang mit der Umwelt können Grillfreunde die warme Jahreszeit in vollen Zügen genießen.



