Gemeinsames Kochen verbindet Generationen
In einer Schule in Niedersachsen hat Hauswirtschaftslehrerin Dörte Wellm ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Sie kocht mit Kindern und Jugendlichen das Mittagessen – und auch Senioren aus der Umgebung nehmen daran teil. Die 62-Jährige berichtet von ihrem Engagement und den positiven Effekten auf die Schülerschaft.
Selbstangebautes Gemüse aus dem Hochbeet
Die Zutaten für die Mahlzeiten stammen oft aus dem eigenen Hochbeet der Schule. Kartoffeln, Kürbis und andere Gemüsesorten werden von den Schülern selbst gepflanzt und geerntet. „Das macht die Kinder stolz“, sagt Wellm. Sie lernen nicht nur, wie Lebensmittel angebaut werden, sondern auch, wie man daraus schmackhafte Gerichte zubereitet.
Senioren bringen Erfahrung mit
Die Senioren, die regelmäßig zum Essen kommen, bringen ihre eigenen Erfahrungen und Rezepte mit. So entsteht ein Austausch zwischen den Generationen, der weit über das Kochen hinausgeht. „Wir müssen Masse machen“, erklärt Wellm, denn die Nachfrage ist groß. Die Mahlzeiten sind nicht nur gesund, sondern auch preiswert, was besonders für Familien mit geringem Einkommen eine Entlastung darstellt.
Ein Vorbild für andere Schulen
Das Projekt hat bereits Nachahmer gefunden. Immer mehr Schulen in Niedersachsen zeigen Interesse an dem Konzept. Wellm hofft, dass die Idee sich weiter verbreitet: „Es ist wichtig, dass Kinder wieder einen Bezug zu Lebensmitteln bekommen und wissen, wo sie herkommen.“



