In Baden-Württemberg hat ein Regionalzug bei Gaildorf im Kreis Schwäbisch Hall drei Kühe überfahren und getötet. Die Tiere waren von einer Weide ausgerissen, wie die Bundespolizei in Stuttgart mitteilte. Der Vorfall ereignete sich gegen Mitternacht.
Kühe fliehen von Weide
Die neun Kühe hatten laut Polizei eine etwa acht Kilometer entfernte Weide verlassen, weil der Zaun beschädigt war. Die 48-jährige Halterin konnte vier der Tiere direkt wieder einfangen. Drei wurden von dem Regionalexpress erfasst und starben. Der Verbleib der beiden anderen war zunächst unklar.
Lokführer leitet Schnellbremsung ein
Der Lokführer bemerkte die Kühe auf den Gleisen und leitete sofort eine Schnellbremsung bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde ein. Zudem gab er einen Achtungspfiff ab, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Die 13 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt.
Ermittlungen gegen Halterin
Die Polizei ermittelt nun gegen die 48-jährige Halterin wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Strecke blieb für die Bergung der Kadaver bis zum Morgen gesperrt. Der Vorfall zeigt die Gefahren, die von ausbrechenden Tieren im Bahnverkehr ausgehen.



