Uckermärker Schüler meistern Börsenspiel: Virtuelle Millionen und echte Preise in Templin
Schüler meistern Börsenspiel: Virtuelle Millionen in Templin

Uckermärker Schüler meistern Börsenspiel: Virtuelle Millionen und echte Preise in Templin

Im Theatersaal des Gymnasiums Templin herrschte eine gespannte Atmosphäre, als die Preisverleihung des diesjährigen Planspiels Börse der Sparkasse Uckermark stattfand. Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Landkreis hatten sich in einem virtuellen Börsenwettbewerb gemessen und dabei beachtliche Ergebnisse erzielt. Mit einem fiktiven Umsatz von über zwölf Millionen Euro setzten die Teilnehmer ein neues Rekordniveau für die Sparkasse Uckermark.

Schulpreis geht an Templiner Gymnasium

Schulleiterin Nina Göde zeigte sich zunächst überrascht, als sie den großen Scheck für den Schulpreis entgegennahm. „Ich wusste gar nicht, dass es auch noch 200 Euro Preisgeld für unsere Schule gibt“, gab sie zu. Das Templiner Gymnasium konnte sich in der Depotgesamtwertung durchsetzen und stellte mit den drei bestplatzierten Teams die überragende Leistung unter Beweis. Göde betonte die Bedeutung der Veranstaltung: „Finanzbildung kommt im Unterricht oft zu kurz. Die Sparkasse leistet hier mit ihrem Planspiel einen sinnvollen Beitrag.“

Rekordteilnahme und reale Marktbedingungen

Insgesamt nahmen 305 Schülerinnen und Schüler aus der Uckermark an dem Wettbewerb teil, die sich in 134 Teams von fünf Schulen aus Templin, Prenzlau und Angermünde zusammenschlossen. Europaweit waren es sogar 130.000 Teilnehmer. Pauline Weiser, Sparkassenmitarbeiterin und ehemalige Abiturientin des Gymnasiums, moderierte die Veranstaltung mit Stolz: „Ich bin froh, das hier machen zu dürfen.“

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Die Teams erhielten nach einer Einführungsveranstaltung ein virtuelles Depot, das sie über eine App selbstständig verwalten konnten. Besonders beliebt waren Aktien von Unternehmen wie Rheinmetall, Nvidia, Amazon, Tesla, Adidas und Apple. Markus Fiebelkorn, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Templin, erklärte: „Der Aktienmarkt ist stark reguliert. Unser Ziel ist es, den jungen Menschen dennoch einen Zugang zu ermöglichen.“ Dabei spielten reale Marktbedingungen eine Rolle – so verursachte etwa die Zollpolitik von Donald Trump im November spürbare Kursausschläge.

Die Gewinnerteams im Fokus

Das Gewinnerteam „Die Gregorianer“ mit Finja Schubert und Gregor Hess sicherte sich den ersten Platz und 300 Euro Preisgeld. Gregor Hess, der bereits im Vorjahr den zweiten Platz erreicht hatte, berichtete: „Wir mussten ständig die politische Situation im Blick behalten, und die war oft kompliziert.“ Sein Glücksgriff war eine Investition in die ASML Holding, einen niederländischen Hersteller in der Halbleiterindustrie.

Den zweiten Platz belegte das Team „vspa“ vom Prenzlauer Scherpf-Gymnasium, bestehend aus Milosz Targowski, Lewis Scharnitzki, Lenny Dworek und Oskar Peters. Sie teilten sich ein Preisgeld von 200 Euro. Auf Platz drei landeten „Die Artisten 2.0“ mit Olaf Rabizo und Felix Bauten, ebenfalls aus Prenzlau, die 100 Euro erhielten.

Nachhaltigkeitspreis für verantwortungsvolle Anlagen

Zusätzlich zum Hauptwettbewerb wurden Teams ausgezeichnet, die besonders nachhaltige Geldanlagen getätigt hatten. Hier konnte das Team „moneymakers01“ mit Melina Wieland, Carolin Kaufmann und Amelie Michael den ersten Platz erringen und ebenfalls 300 Euro gewinnen. Die Teams „Minus-mal-minus“ und „Die Unfassbaren“ belegten die Plätze zwei und drei.

Bildung statt Zocken

Markus Fiebelkorn betonte den pädagogischen Ansatz des Planspiels: „Es geht nicht ums Zocken, sondern um allgemeine Bildung über Finanzen. Das hilft bei der Orientierung in der Welt.“ Die Sparkasse sieht ihre Rolle darin, einen Anstoß von außen zu geben – die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler würden sich dann meist von selbst vertiefen. Schulleiterin Nina Göde lobte insbesondere den „gesunden Wettstreit“ unter den Schulen der Uckermark, der durch das Planspiel gefördert wird.

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