Spannendes Finale im Südwesten: CDU führt knapp vor Grünen
Vier Tage vor der entscheidenden Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichnet sich ein äußerst knappes Rennen zwischen CDU und Grünen ab. Laut einer aktuellen INSA-Umfrage im Auftrag von BILD liegt die CDU mit 27 Prozent der Wählerstimmen weiterhin knapp vor den Grünen, die auf 24 Prozent kommen. Diese Zahlen könnten einen historischen Wechsel nach 15 Jahren grüner Regierungsführung im Südwesten bedeuten.
Möglicher Regierungswechsel nach eineinhalb Jahrzehnten
Falls sich diese Umfragewerte am Wahlsonntag bestätigen, müssten die Grünen den Posten des Ministerpräsidenten nach 15 Jahren an die CDU abgeben. Aus der bisherigen grün-schwarzen Koalition würde sich höchstwahrscheinlich ein schwarz-grünes Bündnis entwickeln. Der amtierende Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann (77) würde damit nach eineinhalb Jahrzehnten an der Spitze des Landes abtreten.
Koalitionsoptionen begrenzt
Andere Regierungskonstellationen scheinen derzeit kaum realisierbar. Die SPD liegt in der Umfrage bei lediglich neun Prozent, während die FDP auf sechs Prozent kommt. Für eine sogenannte Deutschland-Koalition (CDU-SPD-FDP) oder eine Ampelkoalition (SPD-FDP-Grüne) reichen diese Werte nicht aus. Die AfD erreicht zwar beachtliche 20 Prozent, doch die CDU hat eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei kategorisch ausgeschlossen. Die Linke könnte mit sechs Prozent den Einzug in den Landtag schaffen.
Spitzenkandidaten im direkten Vergleich
Besonders interessant sind die Erwartungen der Wähler an den Ausgang der Wahl. Laut INSA-Umfrage rechnen 44 Prozent der Baden-Württemberger mit einem Wahlsieg des CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel (37). Nur 17 Prozent erwarten dagegen einen Sieg des Grünen-Kandidaten Cem Özdemir (60). Diese Diskrepanz zwischen Umfragewerten und Erwartungshaltung macht das Wahlfinale im Südwesten besonders spannend.
Der Wahlkampf-Endspurt verspricht damit bis zuletzt höchste Spannung. Beide Parteien werden in den verbleibenden Tagen vermutlich noch einmal alle Register ziehen, um die wenigen unentschlossenen Wähler für sich zu gewinnen. Die Frage, wer künftig Baden-Württemberg regieren wird, bleibt damit bis zum letzten Wahlsonntag offen.



