Bier-Diplomatie: Bayern eröffnet neues Hofbräuhaus in Texas mit festlichem Söder-Besuch
Deutsche Lieder, frisch gezapftes Bier und blau-weiße Rautenflaggen – was nach einem typisch bayerischen Fest klingt, fand kürzlich in Houston, Texas, statt. Anlass war der Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der gemeinsam mit Hofbräuhaus-Direktor Jörg Lehmann und Florian Herrmann, dem Leiter der bayerischen Staatskanzlei, die Eröffnung eines neuen Hofbräuhauses in Dallas bewarb. Die Feierlichkeiten markieren einen bedeutenden Schritt in der internationalen Expansion des staatlichen Brauereibetriebs.
Festlicher Empfang mit Chor und bayerischem Flair
Der Houston Sängerbund, ein Chor mit Wurzeln in der deutschen Einwanderungswelle von 1883, empfing Söder in traditioneller Tracht mit Lederhosen und Dirndln. Sie intonierten mehrere deutsche Lieder, darunter als Höhepunkt die Zeile "So schön ist es im Hofbräuhaus". Der Biergarten in Houston wurde eigens für den Anlass mit bayerischen Elementen geschmückt: Wimpelketten in den Farben Bayerns, überdimensionale Hofbräu-Logos an den Wänden und stattliche Krüge aus Glas und Ton ersetzten die üblichen Plastikbecher. Söder, der sich auf einer USA-Reise befand, lobte die Initiative als gelungene Verbindung von Kultur und Wirtschaft.
Hofbräuhaus als kultureller Botschafter Bayerns
Jörg Lehmann betonte, dass der neue Standort in Dallas, geplant für die Eröffnung im Herbst 2026, eine starke kulturelle Brücke zwischen Bayern und Texas darstelle. Söder ging in seiner Rede noch weiter und erklärte: "Das Hofbräuhaus ist Botschafter Bayerns. Manchmal noch besser als jede Politik." Mit Ablegern in China, Italien, Brasilien und nun Texas setzt der Staatsbetrieb auf globale Präsenz. Texas, als zweitgrößter US-Bundesstaat mit vielen Amerikanern deutscher Abstammung, bietet dafür einen idealen Nährboden.
Pflege deutscher Traditionen in den USA
Rodney Thorin, Präsident des Houston Sängerbunds, unterstrich die Bedeutung solcher Veranstaltungen: "Unser Job ist es, die deutsche Musik, Sprache und Kultur zu pflegen." Dies schließt natürlich auch das Bier mit ein, das bei der Feier symbolisch von Florian Herrmann – ausgestattet mit Schürze, aber ohne Cowboy-Hut – angezapft wurde. Söder selbst erhielt die erste Mass gereicht, während die Anwesenden die als "bayerische Gemütlichkeit" gepriesene Atmosphäre genossen. Die Expansion des Hofbräuhauses zeigt, wie bayerische Traditionen weltweit Fuß fassen und wirtschaftliche wie kulturelle Beziehungen stärken.



