Uli Hoeneß droht mit Auswanderung bei AfD-Regierung und kritisiert Arbeitsdebatte
Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat in einem aktuellen Interview mit der Bild-Zeitung deutliche politische Statements abgegeben. Der 74-Jährige bezeichnete eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD als seinen größten Albtraum und deutete an, in einem solchen Fall mit seiner Familie in die Schweiz zu ziehen, wo er seit fast 50 Jahren eine Wohnung besitzt.
Lob für Merz, Kritik an Scholz und Baerbock
Hoeneß nutzte die Gelegenheit, um die aktuelle Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz zu loben. Er betonte, Merz habe die katastrophale Außendarstellung Deutschlands der vergangenen Jahre gedreht und zeige als Führungskraft in Europa Verantwortung. Im Kontrast dazu kritisierte er die vorherige Regierung unter Olaf Scholz und die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock scharf. Baerbocks Äußerungen zu einem möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft nannte Hoeneß symbolpolitischen Blödsinn.
Forderung nach mehr Arbeitsstunden in Deutschland
Ein weiterer zentraler Punkt im Interview war Hoeneß' Kritik an der Gewerkschaft Ver.di. Er begrüßte zwar die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst, lehnte aber die Forderung nach einer Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden strikt ab. Die Lösung für Deutschland ist nicht, weniger zu arbeiten, sondern mehr, so Hoeneß. Er forderte, dass die Deutschen wieder mehr arbeiten müssten, um die Gesellschaft voranzubringen, und kritisierte Gewerkschaftsfunktionäre für wahnsinnige Ideen.
Hintergrund und weitere Aussagen
Im ersten Teil des Interviews hatte Hoeneß bereits gegen Spielerberater im Fußballgeschäft ausgeteilt, was zu seiner bekannten öffentlichen Art passt. Seine Äußerungen unterstreichen seine Rolle als einflussreiche Stimme nicht nur im Sport, sondern auch in politischen und gesellschaftlichen Debatten. Die Diskussion um Arbeitszeit und politische Richtung Deutschlands bleibt damit weiterhin aktuell.



