Neustart am Viktualienmarkt: München feiert wieder Fasching mit Tradition und Nostalgie
Münchner Viktualienmarkt feiert wieder Fasching nach Absage

Neustart am Viktualienmarkt: München feiert wieder Fasching mit Tradition und Nostalgie

Farbenfrohe Kostüme, tanzende Marktweiber und ein Hauch Nostalgie prägen die Stimmung auf dem Münchner Viktualienmarkt. Nach der Absage im Vorjahr wegen eines tödlichen Auto-Anschlags pulsiert das Herz der bayerischen Landeshauptstadt wieder im Faschingsfieber. Der traditionelle Tanz der Marktfrauen lockt zahlreiche Schaulustige an und markiert einen Höhepunkt des Münchner Faschings.

Traditioneller Tanz der Marktweiber als Höhepunkt

Die Damen von Obst-, Gemüse-, Käse- oder Brotzeitständen treten in fantasievoll farbenfrohen Kostümen auf und zeigen ihre traditionellen Tänze. Dieser Höhepunkt des Münchner Faschings auf dem Viktualienmarkt geht bis auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eröffnete das Treiben um 10 Uhr, gefolgt vom Auftritt des Prinzenpaars der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla samt ihrer Prinzengarde.

Im vergangenen Jahr war das bunte Treiben ausgefallen, nachdem ein Auto in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau und ein Kind starben, woraufhin zahlreiche Veranstaltungen in der Landeshauptstadt abgesagt wurden. In den vergangenen Tagen hatten die Narren bayernweit ausgelassen bei Prunksitzungen und Faschingsumzügen gefeiert.

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Nostalgische Elemente und Sicherheitsmaßnahmen

Zur Tradition gehört auch das Retro-Skirennen am Sudelfeld bei Bayrischzell: Beim traditionellen "Nostalschi" stürzen sich Skifahrerinnen und Skifahrer in Originalkleidung von anno dazumal – wie Knickerbocker und Rock sowie mit alten Holzbretteln – auf die Piste. Die Stadt München mahnte Besucher, auf das Mitführen von Flaschen und Gläsern zu verzichten. Zudem ist es aus Sicherheitsgründen verboten, Biertischgarnituren, Camping-Stühle, Bollerwagen, Getränke in größeren Mengen oder gar Waffen und Messer mitzubringen.

Am Aschermittwoch endet das närrische Treiben. Für Christinnen und Christen beginnt dann die Fastenzeit. Die Marktfrauen feiern mit ihrem Tanz den Faschingsausklang und setzen damit ein Zeichen der Lebensfreude nach den tragischen Ereignissen des Vorjahres.

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