Bayerns Ministerpräsident Söder auf Texas-Reise: Cowboy-Hut und Raumfahrt-Pläne
Söder in Texas: Cowboy-Hut und Raumfahrt-Pläne

Bayerns Ministerpräsident auf USA-Reise: Von Cowboy-Hüten zu Mondmissionen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) hat sich für seinen mehrtägigen Besuch in den Vereinigten Staaten mit einem markanten Accessoire ausgestattet: einem echten Cowboy-Hut. Der CSU-Chef reiste nicht in die Hauptstadt Washington, sondern wählte die ländlichen Bundesstaaten Texas und South Carolina als Stationen seiner Reise.

„Bayern ist eng verbunden mit den Vereinigten Staaten“, erklärte Söder vor seinem Abflug am Münchner Flughafen, „auch wenn es im Moment manchmal schwierig ist mit den Beziehungen.“ Seine Mission umfasst Raumfahrt, Hightech, Künstliche Intelligenz und Wirtschaftskooperationen.

Historische Ranch-Besuch mit regionalen Parallelen

Am Sonntagnachmittag besuchte Söder die „George Ranch“ bei Richmond, Texas – eine Mischung aus Bildungszentrum zur amerikanischen Geschichte und Freizeitpark. Die 1837 gegründete Kleinstadt Richmond gehört zu den ursprünglichen Siedlungen des damals noch weitgehend unerschlossenen Texas.

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„Bayern und Texas haben etwas Gemeinsames“, stellte Söder fest. „Washington ist weit, Berlin ist weit. Sie haben beide eine besondere regionale Identität.“ Der Ministerpräsident ließ sich von professionellen Reitern zeigen, wie man ein Lasso wirft, und erhielt eine texanische Flagge als Geschenk.

Vom Wilden Westen zur Weltraumforschung

Während Söder auf der Ranch nicht selbst reiten durfte – die Pferde sind ausschließlich den fest angestellten Reitern vorbehalten – stand am Montag der geschäftliche Teil seiner Reise im Vordergrund. Er besuchte das Mission Control Center der NASA in Houston, das als Vorbild für seine bayerischen Weltraum-Pläne dient.

In Oberpfaffenhofen bei München soll ein Mondkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA entstehen. Bereits heute betreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt dort ein Raumfahrtkontrollzentrum, das Satellitenbetrieb und Astronauteneinsätze auf der Internationalen Raumstation ISS überwacht.

„Das künftige Mondkontrollzentrum der ESA ist ja in Bayern“, erläuterte Söder, „und das wiederum ist dann auch für künftige Missionen zum Mond und Mars mit der NASA in Kooperation.“ Mit sichtlichem Stolz fügte er hinzu: „Das wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen. Heute sind wir auf einem Level.“

Politische Gespräche in South Carolina

Am Mittwoch wird der bayerische Ministerpräsident auch politische Gespräche führen. Er trifft Henry McMaster (78), den republikanischen Gouverneur des US-Bundesstaates South Carolina. Die Reise unterstreicht Söders Bestreben, bayerische Wirtschaftsinteressen mit internationalen Partnerschaften zu verknüpfen – von traditionellen kulturellen Begegnungen bis zu zukunftsweisenden Technologiekooperationen.

Die Kombination aus Cowboy-Folklore und High-Tech-Diplomatie zeigt, wie Bayern seine internationalen Beziehungen jenseits der klassischen Hauptstadt-Diplomatie pflegt. Söders Texas-Aufenthalt verbindet symbolträchtige Gesten mit konkreten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zielen.

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