Storchenpaar wählt luftigen Nistplatz auf Mariensäule in Freising
Ein ungewöhnliches Schauspiel bietet sich derzeit Besuchern des Marienplatzes in Freising: Ein Storchenpaar hat sich ausgerechnet auf der Krone der Mariensäule niedergelassen und versucht dort, ein Nest zu bauen. Seit Wochen schleppen die Weißstörche immer wieder Zweige auf die etwas über acht Meter hohe Statue, was zahlreiche Touristen zum Staunen und Fotografieren bringt.
Denkmal in Gefahr: Nestbau bedroht historische Statue
Doch der idyllische Anblick trügt. Laut Stadtverwaltung sind bereits erste Schäden an der Krone der Mariensäule festgestellt worden. Das Problem: Ein fertiges Storchennest kann mehr als 100 Kilogramm wiegen, ältere Nester sogar bis zu zwei Tonnen. Diese dauerhafte Belastung wäre für das Denkmal problematisch. Zudem ist die Fläche auf der Statue für ein Nest viel zu klein, weshalb die Bauversuche der Vögel als „wenig erfolgversprechend“ eingestuft werden.
Stadt arbeitet an Lösung: Umzug statt Einzug geplant
Jetzt arbeiten mehrere Ämter gemeinsam an einer Lösung. Das Stadtplanungsamt, Hochbauamt, Bauordnungsamt und die Denkmalbehörde suchen nach einem neuen, sicheren Nistplatz für die Störche. Ziel ist ein möglichst hoher und stabiler Standort, der sowohl den Vögeln als auch dem Denkmalschutz gerecht wird. Laut Medienberichten könnte das Marcushaus im Herzen der Freisinger Altstadt als Alternative in Betracht kommen.
Experten vermuten unerfahrene Jungstörche
Vogelkundler gehen davon aus, dass es sich bei dem Paar um junge, noch unerfahrene Störche handelt, die den ungewöhnlichen Nistplatz gewählt haben. Die Stadt Freising steht nun vor der Herausforderung, das bereits begonnene Nest von der Mariensäule zu entfernen, ohne die Vögel zu sehr zu stören. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen steht noch aus, doch fest steht: Die klapprige Konstruktion auf der Marienstatue wird bald weichen müssen.



