Wintereinbruch legt Bayern lahm: Schneemassen und Unfälle blockieren Autobahnen
Ein massiver Wintereinbruch hat am Montagmorgen den Verkehr in Bayern nahezu komplett zum Erliegen gebracht. Heftige Schneefälle führten zu zahlreichen Unfällen, kilometerlangen Staus und mehreren Autobahnsperrungen. Besonders betroffen war die Region Oberpfalz, wo der Berufsverkehr komplett zusammenbrach.
A3 bei Neumarkt komplett gesperrt – Winterdienst überfordert
Die Situation auf der A3 bei Neumarkt entwickelte sich besonders dramatisch. Die Strecke in Richtung Regensburg musste komplett gesperrt werden, da der Winterdienst mit den Schneemassen nicht mehr Herr wurde. Pendler standen im Mega-Stau, der sich über mehrere Kilometer erstreckte. Die Verkehrsbehörden warnten vor weiteren Behinderungen im Laufe des Tages.
Weitere Autobahnen betroffen: A6 und A93 lahmgelegt
Nicht nur die A3 war von den winterlichen Bedingungen betroffen. Weitere Lkw-Unfälle legten die A6 bei Sulzbach-Rosenberg in Richtung Pilsen und die A93 zwischen Regensburg-Süd und Kreuz Regensburg lahm. Der Berufsverkehr kam in weiten Teilen Bayerns zum Erliegen, wie die Polizei mitteilte.
Dramatischer Unfall auf A8: 18.000 Liter Kalk ausgelaufen
Besonders schwerwiegend war ein Unfall auf der A8 bei Irschenberg im Landkreis Miesbach. In der Nacht rutschte ein Laster eine Böschung hinunter und verlor dabei rund 18.000 Liter des geladenen flüssigen Kalks. Die Polizei schätzte den entstandenen Schaden auf etwa 150.000 Euro. Glücklicherweise wurde bei diesem Unfall niemand verletzt.
Schneepflug prallt gegen Hauswand – Busverkehr eingestellt
In Oberasbach im Landkreis Fürth geriet ein Schneepflug bei Neuschnee und Glätte ins Schleudern und prallte gegen eine Hauswand. Auch hier blieb es bei Blechschaden. Bereits am Sonntag war der Busverkehr in Würzburg wegen starker Schneefälle zeitweise komplett eingestellt worden, während die Straßenbahn laut Angaben der WVV weiterfahren konnte.
Folgen für den Alltag: Zeitungszustellung beeinträchtigt
Die winterlichen Bedingungen beeinträchtigten auch den Alltag der Bayern erheblich:
- Die Polizei registrierte in ganz Bayern zahlreiche wetterbedingte Unfälle, meist mit Blechschäden
- Die Beamten rechneten mit weiteren Unfällen im Berufsverkehr
- Die Zeitungszustellung war mancherorts stark erschwert
- Einige Medien stellten ihre digitale Ausgabe kostenfrei zur Verfügung, da Printausgaben nicht rechtzeitig zugestellt werden konnten
Die Behörden riefen Autofahrer zu besonderer Vorsicht auf und empfahlen, nicht notwendige Fahrten zu verschieben. Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die kommenden Tage weitere Schneefälle in Teilen Bayerns an.



