Berliner Bank zieht Millionen-Forderung gegen Hallervordens Theater zurück
Bank zieht Millionen-Forderung gegen Hallervorden zurück

Kehrtwende im Millionen-Streit: Berliner Bank zieht Forderung gegen Hallervorden zurück

In einem überraschenden Schritt hat die Investitionsbank Berlin (IBB) sämtliche Rückzahlungsforderungen an die Halliwood GmbH, die das Berliner Schlosspark Theater betreibt, mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit endet der öffentlich gewordene Streit um Corona-Hilfen in Höhe von mehr als 2,2 Millionen Euro, die die Bank zunächst zurückverlangt hatte.

Vorwürfe der mangelnden Mitwirkung widerlegt

Erst vor wenigen Tagen hatte die IBB die Rückzahlung der finanziellen Unterstützung gefordert und dabei mangelnde Mitwirkung bei der Schlussabrechnung moniert. Diese Vorwürfe wiesen Vertreter von Dieter Hallervorden (90) jedoch umgehend zurück. Sowohl seine langjährige Agentin als auch seine Tochter Nathalie Hallervorden betonten, dass sich das Unternehmen in konstruktivem Austausch mit der Bank befinde und alle relevanten Unterlagen vorlägen.

Eine Sprecherin des Schlosspark Theaters bestätigte nun: "Sämtliche Rückzahlungsforderungen der IBB an die Halliwood GmbH sind mit sofortiger Wirkung aufgehoben, nachdem alle vorgelegten Endabrechnungen final geprüft werden konnten. Weitere Ansprüche der IBB bestehen uns gegenüber nicht."

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Teil umfangreicher Nachprüfungen von Corona-Hilfen

Der Fall um Hallervordens Theater war offenbar Teil einer größeren Nachprüfung durch die Investitionsbank Berlin. Als Bewilligungsstelle hatte die IBB während der Pandemie Corona-Hilfen von rund 7,1 Milliarden Euro bei insgesamt 430.000 Anträgen ausgezahlt. Laut Bankangaben befinden sich davon noch etwa 190.000 Anträge in der Überprüfung, die bis 2027 abgeschlossen werden soll.

Ein Sprecher der IBB wollte den konkreten Fall um das Schlosspark Theater nicht kommentieren, doch scheint die Angelegenheit nun endgültig geklärt. Für den renommierten Schauspieler Dieter Hallervorden bedeutet dies eine deutliche Entlastung, nachdem die finanziellen Forderungen zunächst für öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt hatten.

Die Investitionsbank Berlin steht unter der Staatsaufsicht der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und spielte während der Corona-Krise eine zentrale Rolle bei der Vergabe von Hilfsgeldern an Unternehmen in der Hauptstadtregion.

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