Ausgelassene Stimmung bei Iran-Demo in Berlin: Rund 1.000 Teilnehmer am Brandenburger Tor
In Berlin haben sich am Samstag zahlreiche Menschen zu einer Demonstration unter dem Motto „Freiheit für Iran“ versammelt. Die Kundgebung fand am historischen Brandenburger Tor statt und zog nach Angaben der Polizei rund 1.000 Teilnehmer an, wie eine Sprecherin der Berliner Polizei mitteilte. Die Veranstaltung war ursprünglich für bis zu 5.000 Menschen angemeldet worden, doch die tatsächliche Teilnehmerzahl blieb zunächst unter dieser Erwartung.
Feierliche Atmosphäre mit politischen Rufen und Flaggen
Die Stimmung bei der Demonstration wurde von einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur als ausgelassen beschrieben. Viele der Anwesenden tanzten und feierten, während Rufe wie „Iran, Iran“, „Danke USA“, „Danke Trump“ oder „Danke Bibi“ durch die Luft hallten. Zahlreiche Flaggen wehten im Wind und unterstreichen die emotionale und politische Bedeutung der Veranstaltung.
Die Demonstration stand unter der Führung von Prinz Reza Pahlavi und war als Reaktion auf die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten organisiert worden. Am Samstagmorgen hatten Israel und die USA koordinierte Raketenangriffe gegen Ziele im Iran gestartet, woraufhin Teheran mit Angriffen auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion reagierte. Die israelische Armee gab zudem bekannt, den obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, getötet zu haben.
Weitere Proteste und polizeiliche Maßnahmen in der Hauptstadt
Neben der Hauptkundgebung am Brandenburger Tor gab es weitere Protestaktionen in Berlin. An der iranischen Botschaft im Stadtteil Dahlem versammelten sich etwa 90 Menschen, um ihre Solidarität mit der Bewegung zu zeigen. Insgesamt waren rund 420 Polizeikräfte im Einsatz, um die Sicherheit bei den Demonstrationen zu gewährleisten und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Die Berliner Polizei beobachtete die Lage genau und betonte, dass die Stimmung trotz der ernsten politischen Hintergründe friedlich und feierlich blieb. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um ihre Forderungen nach Freiheit und politischem Wandel im Iran lautstark zu artikulieren, während sie gleichzeitig die internationale Unterstützung für ihre Sache würdigten.



