Berlin erlebt den schneereichsten Winter seit über einem Jahrzehnt
Der Winter 2025/2026 hat Berlin mit einer beeindruckenden Schneemenge überrascht und sich als der schneereichste seit dem Jahr 2012 erwiesen. Laut dem aktuellen Bericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es in der Hauptstadt an insgesamt 30 Tagen eine geschlossene Schneedecke – ein Phänomen, das viele Berlinerinnen und Berliner zunächst erfreute, auch wenn die anhaltende Kälte am Ende manchen auf die Nerven ging.
Temperaturen nahe am historischen Klimamittelwert
Die Durchschnittstemperatur lag in diesem Winter bei 0,8 Grad Celsius und damit nur knapp über dem Klimamittelwert der Referenzperiode 1961-1990, der bei 0,5 Grad Celsius angesiedelt ist. Dieser Vergleich mit der langfristigen Klimareferenz dient dazu, Veränderungen im Zuge des Klimawandels besser einordnen zu können. In die Berechnung dieser Mittelwerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen ein.
Extreme Temperaturwerte wurden verzeichnet: Der kälteste Tag war der 12. Januar, als am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ein Tiefstwert von minus 14,1 Grad Celsius gemessen wurde. Gegen Ende Februar stiegen die Temperaturen dann deutlich an und erreichten Werte um die 18 Grad Celsius. Für die letzten beiden Februartage stützt sich der DWD auf Prognosedaten.
Bundesweite und regionale Klimadaten im Vergleich
Im bundesweiten Vergleich war Brandenburg in diesem Winter die kälteste Region mit einer Gebietsmitteltemperatur von 0,5 Grad Celsius. In Berlin schien die Sonne insgesamt 195 Stunden, was eine durchschnittliche Bilanz darstellt. Allerdings fiel der Niederschlag deutlich zu gering aus.
„Die Niederschlagssumme betrug rund 85 Liter pro Quadratmeter und blieb damit um 35 Prozent unter dem klimatologischen Soll von 131 Litern pro Quadratmeter“, heißt es im offiziellen Bericht des Deutschen Wetterdienstes. Diese Trockenheit könnte langfristige Auswirkungen auf die Bodenfeuchte und die örtliche Vegetation haben.
Auswirkungen des schneereichen Winters auf die Stadt
Die anhaltende Schneedecke und die frostigen Temperaturen führten dazu, dass zahlreiche Gewässer in Berlin über Tage hinweg zugefroren waren. Solche Bedingungen sind in der Hauptstadt in den letzten Jahren eher selten geworden und erinnern an winterliche Verhältnisse, wie sie vor der Jahrtausendwende häufiger auftraten.
Die Daten des DWD unterstreichen, dass dieser Winter nicht nur subjektiv als besonders schneereich empfunden wurde, sondern auch objektiv betrachtet eine außergewöhnliche Schneemenge für Berlin brachte. Die Kombination aus nahezu durchschnittlichen Temperaturen, aber deutlich erhöhter Schneetage und reduziertem Regen macht diesen Winter zu einem bemerkenswerten meteorologischen Ereignis in der Hauptstadt.



