Nächtlicher Großeinsatz in Berlin-Steglitz
In der Nacht zum Dienstag kam es im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu einem dramatischen Brandeinsatz. Ein sechsstöckiges Mehrfamilienhaus in der Schildhornstraße musste vollständig evakuiert werden, nachdem ein Elektroverteilerschrank im Erdgeschoss des Treppenhauses Feuer gefangen hatte.
27 Bewohner konnten Gebäude nicht verlassen
Der beißende Rauch breitete sich so schnell aus, dass der Hauseingang komplett versperrt war. 27 Bewohner waren im Gebäude eingeschlossen und konnten sich nicht eigenständig in Sicherheit bringen. Einige machten sich an Balkonen und Fenstern bemerkbar, darunter befanden sich auch mehrere Familien mit Kindern.
Die Berliner Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von 76 Einsatzkräften an, da zunächst mit einer größeren Anzahl von Verletzten gerechnet wurde. Insgesamt betreuten die Rettungskräfte vor Ort 40 Bewohner des betroffenen Hauses.
Elf Personen mit Rauchgasverletzungen
Durch den starken Rauch erlitten elf Menschen leichte Verletzungen. Vier von ihnen mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Alle Verletzten wurden umgehend medizinisch versorgt.
Ein Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wurde bereitgestellt, um die evakuierten Bewohner vorübergehend aufzunehmen und vor der winterlichen Kälte zu schützen.
Haus vorübergehend unbewohnbar
Wegen der starken Rauchentwicklung und einer zerstörten Stromleitung ist das Wohnhaus nach Angaben der Einsatzkräfte vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Der Energieversorger stellte im gesamten Gebäude den Strom ab, was auch zwei benachbarte Häuser betraf.
Für Bewohner, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen konnten, organisierte das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Notunterkünfte. Die genaue Schadenshöhe und die Dauer der notwendigen Sanierungsarbeiten stehen noch nicht fest.
Ursache: Defekter Elektroverteilerschrank
Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, dass der Brand in einem Elektroverteilerschrank im Erdgeschoss des Treppenhauses entstanden war. Die genaue Ursache des Defekts wird derzeit von Experten untersucht. Die Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindern.
Der Einsatz dauerte mehrere Stunden, bis alle Bewohner in Sicherheit gebracht und die Brandstelle vollständig abgekühlt war. Die Feuerwehr bleibt vor Ort, um Nachlöscharbeiten durchzuführen und das Gebäude weiter zu sichern.



