Berlin-Köpenick: Kapuzen-Schütze feuert auf falsche Wohnungstür und hinterlässt Escobar-Drohung
Kapuzen-Schütze feuert auf falsche Wohnungstür in Berlin

Kapuzen-Schütze verwechselt Wohnungstür in Berlin-Köpenick

In Berlin-Köpenick hat ein unbekannter Täter mit Kapuze am Mittwochabend gegen 21.40 Uhr mehrere Schüsse auf eine Wohnungstür abgefeuert und dabei eine handgeschriebene Drohung in Anlehnung an den kolumbianischen Drogenboss Pablo Escobar hinterlassen. Doch der Schütze hatte sich in der Tür geirrt: Die Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses an der Grünauer Straße ist derzeit unbewohnt.

Drohnachricht mit historischem Bezug

Neben drei Einschusslöchern in der Tür fand die Polizei am Tatort einen handgeschriebenen Zettel mit den Worten „Plata o Plomo“. Wörtlich übersetzt bedeutet dies „Silber oder Blei“, im übertragenen Sinne jedoch „Bezahlen oder Blei“. Diese Formulierung wurde berüchtigt durch den kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar, der damit seine Widersacher einzuschüchtern pflegte. Der Zettel wurde von den Ermittlern sichergestellt.

Zeugenberichte und Tathergang

Laut Zeugenaussagen, die der Polizei vorliegen, hatte kurz vor den Schüssen ein junger Mann mit Kapuze über dem Kopf bei mehreren Hausbewohnern geklingelt, um Zutritt zum Gebäude zu erhalten. Eine Bewohnerin verweigerte ihm zunächst den Einlass, doch aus bislang ungeklärten Gründen gelangte er dennoch ins Haus. Die Schüsse richteten sich vermutlich gegen einen Mieter im ersten Stock, der zum Tatzeitpunkt nicht anwesend war und auch am Folgetag nicht erreichbar war.

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Ermittlungen durch Spezialeinheit

Das Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Ferrum“, die im November gegründet wurde, um gegen eskalierende Schusswaffengewalt und organisierte Kriminalität vorzugehen, ist involviert. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, da die beschossene Wohnung leer stand – das frühere Bewohnerpaar mit Kleinkind war vor einigen Monaten nach Brandenburg gezogen.

Hintergrund und Sicherheitslage

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Angriffen, Bedrohungen und Auseinandersetzungen mit Schusswaffen in der Hauptstadt. Die Polizei untersucht nun intensiv die Umstände und sucht nach dem flüchtigen Täter. Die Bewohner des Hauses zeigten sich nach dem Vorfall verunsichert, betonten jedoch die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte.

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