Berlin: Kind nach Hochhausbrand in Friedrichsfelde gestorben
Bei einem verheerenden Hochhausbrand im Berliner Ortsteil Friedrichsfelde ist in der Nacht zu Donnerstag ein Kind ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. Zwei weitere Personen – ein weiteres Kind und eine Frau – wurden schwer verletzt und mussten vor Ort reanimiert werden. Ihr Zustand blieb zunächst unklar.
Massiver Einsatz der Rettungskräfte
Der Brand war am Mittwochabend gegen 20:00 Uhr in einer Wohnung im dritten Obergeschoss eines 20-geschossigen Hochhauses ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die Wohnung bereits komplett in Flammen. Die Feuerwehr war mit bis zu 170 Kräften im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und die Bewohner zu evakuieren.
Insgesamt konnten sich etwa 60 Bewohnerinnen und Bewohner teils selbst in Sicherheit bringen oder wurden von den Rettungskräften ins Freie geleitet. Die drei schwerstbetroffenen Personen wurden bewusstlos im Hausflur in der Nähe der Brandwohnung aufgefunden.
Besondere Gefahrenlage durch hohe Brandlast
Ein Feuerwehrsprecher wies auf eine besondere Gefahrensituation hin: „In der betroffenen Wohnung gab es sehr viele Einrichtungsgegenstände, deutlich mehr als für eine Wohnung üblich“. Diese hohe Brandlast führte dazu, dass sich das Feuer extrem schnell ausbreiten konnte. Durch die massive Rauchausbreitung im gesamten Gebäude und aus den Fenstern schlagende Flammen entstand eine kritische Lage.
Der Bewohner der Brandwohnung konnte sich nach ersten Erkenntnissen selbst retten. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Eine Einsturzgefahr für das Hochhaus besteht nicht, wie die Feuerwehr mitteilte.
Folgen für die Bewohner
Wie viele Wohnungen durch den Brand unbewohnbar geworden sind, wurde in der Nacht noch geprüft. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass zumindest einige Bewohnerinnen und Bewohner bereits in der Nacht zurückkehren konnten. Das 20-geschossige Gebäude im Bezirk Lichtenberg verfügt über acht Wohnungen pro Etage.
Der Brand ist inzwischen vollständig gelöscht, die Einsatzkräfte haben ihre Arbeit beendet. Die genaue Zahl aller Verletzten wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die Berliner Feuerwehr und Polizei bleiben vor Ort, um die Situation weiter zu überwachen und die Ermittlungen fortzuführen.



