Kirschblüten in Berlin: Wann und wo die Pracht am schönsten ist
Berlin erlebt derzeit den Start der Kirschblüten-Saison, doch nicht überall zeigen sich die Bäume gleichzeitig in voller Pracht. Während an der Bornholmer Straße bereits erste Kirschbäume in voller Blüte stehen, bleiben viele andere noch zögerlich. Naturexperte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt erklärt, dass die Saison in diesem Jahr aufgrund kalter Nächte etwas schleppend beginnt. „Wenn ein Baum Frost abbekommt, verliert er seine Blütenpracht“, betont Ehlert und unterstreicht die Empfindlichkeit der Pflanzen gegenüber späten Frösten.
Blütezeit hängt stark vom Wetter ab
Der Experte weist darauf hin, dass der ideale Zeitpunkt für einen Ausflug stark von den aktuellen Wetterbedingungen abhängt. Kirschbäume blühen tendenziell eher im Stadtgebiet als am Stadtrand, was auf die höheren Temperaturen in der Innenstadt zurückzuführen ist. Teilweise beginnt die Blüte dort sogar eine Woche früher. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher zunächst die zentralen Bereiche Berlins besuchen.
Beliebte Ziele für Kirschblüten-Fans
Zu den eindrucksvollsten Orten für Kirschblüten in Berlin und Brandenburg zählen:
- Die TV-Asahi-Kirschblütenallee zwischen Teltow und Berlin-Lichterfelde mit über 1.000 Bäumen auf dem ehemaligen Grenzstreifen.
- Die Gärten der Welt in Marzahn mit insgesamt etwa 300 Kirschbäumen.
- Entlang des Kolonnenwegs ab der Wollankstraße Richtung Bürgerpark Pankow finden sich rund 120 Bäume, die weniger überlaufen sind.
Tipps für ruhigere Ecken und spätere Besuche
Für alle, die dem Trubel der Hotspots entgehen möchten, hat Ehlert einen persönlichen Tipp: Kleingartenkolonien bieten oft ungestörte Einblicke in blühende Kirschbäume. Spätere Besucher können auch in der Onkel-Bräsig-Straße in Britz noch Glück haben, wobei die Blüte in der Regel Anfang Mai endet, meist aber schon Ende April. Zur Planung helfen Tools wie das „Blütometer“ der Gärten der Welt, der Ticker der Stadt Teltow oder die Suche auf berlin.de.



