Museum in Malchin erhält 5000 Euro jährlich nach kontroverser Debatte
Museum erhält 5000 Euro nach AfD-Streit

Die Stadt Malchin hat sich nach monatelangen Diskussionen dazu durchgerungen, das Museum in der Stadtmühle mit jährlich 5000 Euro zu unterstützen. Der Zuschuss soll die Betriebs-, Reinigungs- und Versicherungskosten decken, die der betreibende Verein allein nicht mehr stemmen kann. Hintergrund war ein Streit um einen Antrag der AfD-Fraktion, der für Verstimmung sorgte.

AfD-Antrag als Auslöser

Die AfD-Fraktion hatte den Zuschuss beantragt, doch andere Fraktionen wollten dem Antrag nicht zustimmen, obwohl sie die Notwendigkeit der Unterstützung sahen. Der Vorsitzende der AfD ist zugleich Kassenwart des Museumsvereins, was die Lage zusätzlich verkomplizierte. Bürgermeister Axel Müller (CDU) brachte schließlich einen eigenen Antrag ein, der inhaltlich dem der AfD ähnelte, aber zunächst geheim gehalten wurde.

Geheimtreffen und nichtöffentliche Sitzung

Der Hauptausschuss stimmte Ende März hinter verschlossenen Türen über Müllers Antrag ab. Dies sorgte bei einigen Stadtvertretern für Unmut, da die Öffentlichkeit ausgeschlossen war. Der Zuschuss ist nun bis zum geplanten Umzug des Museums in das Sparkassen-Gebäude Ende 2027 gesichert. Der AfD-Antrag wurde schließlich in der Stadtvertretersitzung am 22. April behandelt, was zu Verwirrung führte, da der Hauptausschuss bereits entschieden hatte.

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AfD zieht Antrag zurück

In der Sitzung kritisierte AfD-Mitglied Stefan Meissner die Geheimnistuerei und betonte das Recht der Bürger auf Information. Da der Zuschuss bereits bewilligt war, zog die AfD ihren Antrag zurück. Eine Ablehnung des Antrags wäre ohnehin wahrscheinlich gewesen. Das Museum kann nun bis zum Umzug mit der finanziellen Unterstützung planen und die Insolvenzgefahr ist vorerst gebannt.

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