In der Potsdamer Innenstadt haben rund 1.500 Menschen für Gleichberechtigung und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Der Protest von Christopher Street Day Potsdam (CSD) und der Demokratie-Initiative „Prüf“ am Samstag sei friedlich verlaufen, hieß es von der Polizei. Der Veranstalter sprach von etwa 3.000 Menschen bei dem Demonstrationszug.
Erstmals gemeinsame Kundgebung
Es war den Angaben zufolge die erste gemeinsame Kundgebung beider Bündnisse in der Landeshauptstadt. Die Initiative fordert die Überprüfung rechtsextremer Parteien. Einen bundesweiten Aktionstag dazu hatte es zuletzt auch im April gegeben. Der CSD tritt seit Jahrzehnten für queere Rechte und Gleichberechtigung ein.
Hitlergruß am Rand vom CSD in Schwedt/Oder gezeigt
Der CSD soll an die Rechte queerer Menschen erinnern. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Deutschlandweit gibt es immer wieder Gegendemonstrationen aus der rechten Szene gegen CSD-Veranstaltungen. Beim ersten Christopher Street Day in Schwedt/Oder vor zwei Wochen hatte eine Person einen Hitlergruß gezeigt.
Der gemeinsame Protest in Potsdam zeigt, wie wichtig es ist, sich für queere Rechte und gegen Rechtsextremismus stark zu machen. Die Polizei bestätigte, dass die Veranstaltung ohne Zwischenfälle verlief. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen CSD und der Initiative „Prüf“. Sie hoffen, dass dieser gemeinsame Weg auch in Zukunft fortgesetzt wird, um ein starkes Zeichen für Toleranz und Demokratie zu setzen.



