Sprengung im Jahn-Sportpark: Zwei Flutlichtmasten werden am Donnerstag rückgebaut
Im Rahmen des Umbaus des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks stehen am Donnerstagvormittag bedeutende Rückbauarbeiten an. Zwei der historischen Flutlichtmasten werden durch eine kontrollierte Sprengung entfernt, was zu temporären Verkehrseinschränkungen und Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung führen wird.
Verkehrseinschränkungen und Sicherheitszone
Bis 10.00 Uhr wird ein umfassender Sicherheitskreis rund um das Gelände eingerichtet, der auch die Max-Schmeling-Halle und Teile des Mauerparks umfasst. Diese Sperrung dient dem Schutz von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern während der Sprengungsarbeiten. Die eigentliche Sprengung der beiden östlichen Masten ist für etwa 11.00 Uhr geplant.
Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Verkehr, einschließlich der Tramlinie M10, vorübergehend beeinträchtigt. Die Maßnahmen sollen gegen 11.30 Uhr wieder aufgehoben werden. Die Bewohner der umliegenden Gebäude können in ihren Wohnungen bleiben, da sie im Vorfeld umfassend informiert wurden.
Ablauf und Details der Sprengung
Die Sprengung wird durch ein akustisches Warnsystem angekündigt. Ein langer Warnton signalisiert den Beginn der Maßnahme, gefolgt von zwei kurzen Tönen direkt vor der Sprengung. Drei Töne markieren das Ende der Aktion. Die beiden Masten, die nacheinander gesprengt werden, werden einen lauten, kurzen Knall erzeugen.
Da die etwa 50 Meter hohen Konstruktionen aus Stahl und nicht aus Beton bestehen, ist nur mit einer geringen Staubentwicklung zu rechnen. Dies minimiert die Umweltauswirkungen und erleichtert die anschließende Reinigung des Geländes.
Historischer Kontext und Zukunft des Sportparks
Die zu sprengenden Flutlichtmasten wurden im Zuge der 750-Jahr-Feier Berlins errichtet und sind seitdem ein markanter Bestandteil des Sportparks. Die beiden verbleibenden Masten, die jeweils etwa 39 Tonnen wiegen, werden aufgrund ihrer identitätsstiftenden Funktion erhalten bleiben, obwohl ihre Lichttechnik nicht mehr den Anforderungen moderner Sportereignisse entspricht.
Der Umbau des Jahn-Sportparks zu einem inklusiven Sportpark ist ein langfristiges Projekt. Als erster Schritt ist der Neubau eines Stadions für rund 20.000 Zuschauer geplant, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitgeteilt hat. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Sportinfrastruktur in Berlin zu modernisieren und barrierefrei zu gestalten.
Die Sprengung markiert somit nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch den Beginn einer neuen Phase in der Entwicklung dieses bedeutenden Berliner Sportstandorts. Die behutsame Integration historischer Elemente in die moderne Planung unterstreicht den respektvollen Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt.



