Laute Explosionen in Prenzlauer Berg: Zwei Flutlichtmasten im Jahn-Sportpark gesprengt
Sprengung von Flutlichtmasten im Jahn-Sportpark Berlin

Laute Explosionen in Prenzlauer Berg: Zwei Flutlichtmasten im Jahn-Sportpark gesprengt

Am Donnerstag fand im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg ein spektakuläres Ereignis statt: Zwei der vier markanten Flutlichtmasten wurden im Rahmen eines Rückbaus kontrolliert gesprengt. Rund 200 neugierige Zuschauer versammelten sich im angrenzenden Mauerpark, um das Schauspiel zu verfolgen, das trotz einer leichten Verzögerung reibungslos verlief.

Pünktlich war nur die Sonne

Eigentlich sollte die Sprengung um 11 Uhr beginnen, doch pünktlich war an diesem Vormittag lediglich die Sonne, die den wartenden Schaulustigen ins Gesicht schien. „Dass es länger dauert, wundert mich nicht. Ist halt Berlin“, kommentierte eine Frau mit einer Spiegelreflexkamera die Situation gelassen. Um 11.29 Uhr ertönten dann zwei kurze Warntöne, die die bevorstehende Zündung ankündigten.

Knallende Sekunden: Der Ablauf der Sprengung

Nach der Zündung knallte es zweimal – ein Geräusch, das an Schüsse erinnerte. Der erste der beiden 37 Meter hohen Flutlichtmasten knickte ein, und 39 Tonnen Stahl sanken langsam auf das Spielfeld herab. Direkt im Anschluss fiel der zweite Mast. Insgesamt dauerte die gesamte Sprengung weniger als zehn Sekunden, woraufhin einige der Zuschauer spontan applaudierten. Die Szenerie war beeindruckend und zog zahlreiche Blicke auf sich.

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Historischer Hintergrund und Zukunft der Masten

Die Flutlichtmasten stammen ursprünglich aus dem „Großen Stadion“ der 1950er Jahre, das inzwischen fast vollständig abgetragen wurde. Auf dem Gelände entsteht eine neue Arena für 20.000 Zuschauer, deren Baustart sich jedoch aufgrund von Asbestfunden während des Abrisses auf das dritte Quartal 2026 verschoben hat. Die zwei verbliebenen Masten werden wegen ihrer identitätsstiftenden Funktion erhalten bleiben und in den Neubau integriert, obwohl ihre Lichttechnik nicht mehr den Anforderungen moderner Sportereignisse entspricht.

Sicherheitsvorkehrungen und Information der Anwohner

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte die Bewohner der umliegenden Häuser im Vorfeld über die Sprengung informiert, sodass diese ihre Wohnungen nicht verlassen mussten. Das Gelände, einschließlich der Max-Schmeling-Halle und Teilen des Mauerparks, war zwischenzeitlich abgesperrt worden, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass das Ereignis ohne Zwischenfälle verlief.

Insgesamt markiert die Sprengung einen weiteren Schritt im Umbau des Jahn-Sportparks, der mit seiner neuen Arena zukünftig moderne Sportveranstaltungen hosten soll, während gleichzeitig ein Stück Berliner Geschichte bewahrt wird.

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