Templin gedenkt der Opfer des Bombenabwurfs im Zweiten Weltkrieg
Die Stadt Templin erinnert am 6. März 2026 an den verheerenden Bombenangriff vom 6. März 1944, bei dem über 200 Menschen ihr Leben verloren. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 14 Uhr auf dem Waldfriedhof in der Röddeliner Straße und soll die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel der Stadtgeschichte wachhalten.
Zerstörung und Verlust: Die Folgen des Angriffs
Bei dem anglo-amerikanischen Bombenabwurf wurden nach historischen Angaben etwa 60 Prozent der Templiner Innenstadt zerstört. Das Krankenhaus und das Rathaus erlitten schwere Beschädigungen, und die Opfer – darunter viele Einwohner, Kriegsflüchtlinge, Frauen, Männer und Kinder – wurden auf dem damals neu angelegten Waldfriedhof bestattet. Die Zerstörung hinterließ für Jahrzehnte tiefe Lücken im Stadtbild von Templin.
Offizielles Gedenken mit Bürgermeister und Stadtvertretern
Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD), Vertreter der Stadtverordnetenversammlung sowie des Senioren- und Jugendbeirates werden an der städtischen Gedenkveranstaltung teilnehmen. Die Pressesprecherin Franziska Kagerer betont: „Der Bürgermeister und die Stadtverordneten rufen die Templiner auf, ebenfalls dabei zu sein. Sie werden darum gebeten, an diesem 82. Jahrestag innezuhalten und der Opfer zu gedenken sowie gleichzeitig das Engagement für Frieden und Versöhnung in die Gegenwart zu tragen.“
Persönliche Erinnerungen und symbolische Handlungen
Während der Veranstaltung werden persönliche Zeitzeugenberichte von Überlebenden und Familienangehörigen zu hören sein, die Einblick in ihre Erinnerungen an diesen Schicksalstag und die letzten Kriegsmonate geben. Anschließend werden am Denkmal Kränze und Blumengebinde niedergelegt – ein Zeichen des Erinnerns und der Mahnung für Frieden und Versöhnung.
Im vergangenen Jahr hatte die Stadt zur Gedenkveranstaltung alte Fotos auf dem Waldfriedhof ausgehängt, die eindrucksvolle Bilder von der Zerstörung Templins zeigten. Diese Initiative unterstreicht das Bestreben, das Schicksal der Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und die historischen Ereignisse für künftige Generationen lebendig zu halten.



