Verspätete Sprengung im Berliner Jahnsportpark: Zwei Flutlichtmasten gefallen
Mit einer halben Stunde Verspätung sind im Zuge des umfassenden Umbaus des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks in Berlin zwei der vier Flutlichtmasten gesprengt worden. Die beiden östlichen Lichttürme, die jeweils rund 39 Tonnen wogen, fielen am Mittwoch um 11.30 Uhr nach zwei kurzen Sprengsätzen kurz hintereinander auf das Spielfeld des großen Stadions.
Sicherheitsmaßnahmen und Vorbereitungen
Bereits im Vorfeld der Sprengung wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Ein großer Sicherheitskreis wurde mit Absperrgittern um den Sprengort gelegt, der auch Teile des angrenzenden Mauerparks und die Max-Schmeling-Halle umfasste. Die Anwohner in der Umgebung waren durch Aushänge über die bevorstehende Maßnahme informiert worden und konnten während der Sprengung in ihren Wohnungen bleiben.
Zwei charakteristische Warntöne leiteten die Sprengung ein, die zugleich dazu dienten, Vögel aus dem Gefahrenbereich zu vertreiben. Innerhalb weniger Sekunden lagen die beiden massiven Stahlkonstruktionen dann auf dem Rasen des Sportfeldes.
Umbau zum inklusiven Sportpark schreitet voran
Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt im ambitionierten Umbauprojekt des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks zu einem modernen, inklusiven Sportpark. Wie die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte, soll zunächst der Neubau des Stadions für etwa 20.000 Zuschauer realisiert werden.
Die beiden verbleibenden Flutlichtmasten werden aus identitätsstiftenden Gründen erhalten bleiben, allerdings nicht mehr in Betrieb genommen. Die vorhandene Lichttechnik entspricht nicht mehr den Anforderungen an moderne Sportereignisse, wie bereits in der Saison 2021/2022 deutlich wurde, als der Verein Viktoria Berlin seine Drittliga-Heimspiele im Jahnstadion austrug und zusätzliche Lichtquellen anschaffen musste.
Historische Bedeutung und zukünftige Entwicklung
Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hat eine lange Geschichte als Sportstätte in der deutschen Hauptstadt. Der nun begonnene Rückbau der Flutlichtmasten symbolisiert den Übergang von einer traditionellen Sportanlage zu einem zukunftsorientierten, barrierefreien Sportkomplex, der den vielfältigen Bedürfnissen aller Sportbegeisterten gerecht werden soll.
Die Sprengung der beiden Masten erfolgte planmäßig, wenn auch mit leichter zeitlicher Verzögerung, und stellt einen Meilenstein in der Transformation der gesamten Sportanlage dar. In den kommenden Monaten werden die Bauarbeiten für das neue Stadion und die weiteren Einrichtungen des inklusiven Sportparks intensiviert.



