Eingefrorene Wasserleitung in Rostocks Deutscher Med: Verwaltung erklärt Ursache und Maßnahmen
Wasserleitung in Deutscher Med eingefroren: Verwaltung spricht

Eingefrorene Wasserleitung in Rostocks Deutscher Med: Verwaltung erklärt Ursache und Maßnahmen

Seit einer Woche bleibt das Gebäude der Deutschen Med in Rostock ohne Frischwasser, was zahlreiche ansässige Firmen zur Schließung gezwungen hat. Kunden und Patienten können nicht bedient werden, während die Verwaltung des Gebäudes nun erstmals ausführlich Stellung bezieht.

Eine Woche ohne Frischwasser: Betriebe geschlossen

Hinter vielen Fenstern der Deutschen Med in Rostock bleibt es aktuell dunkel. Mehrere ansässige Firmen sahen sich in der ersten Februarwoche gezwungen, zu schließen. Der Grund: eine eingefrorene Wasserleitung führte am Montag, dem 2. Februar, dazu, dass Frischwasser im Gebäude ausblieb. Auch eine Woche später sind Toilettengänge für die Mitarbeiter der ansässigen Firmen nur in im Freien stehenden Dixi-Toiletten möglich. Das Restaurant Omachi und das Haema Blutspendezentrum bleiben weiterhin geschlossen.

Im MVZ Zahnzentrum Rostock brennt zwar wieder Licht, allerdings nur für wenige Stunden am Tag, um beispielsweise Anrufe von Patienten entgegenzunehmen. Eine Mitarbeiterin erklärt: „Ohne Frischwasser läuft hier nichts.“ Das Wasser aus der Leitung spielt bei der Behandlung der Patienten eine erhebliche Rolle, weshalb der Betrieb stark eingeschränkt ist.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Extreme Minustemperaturen als Ursache

Nun ist jedoch klar, wie es überhaupt zu diesem gravierenden Problem kommen konnte. Delilah Werdermann, im Auftrag der Tattersall Lorenz Immobilienmanagement GmbH, welche für die Verwaltung des Gebäudes zuständig ist, teilt am Dienstag, dem 10. Februar, mit: „Ursächlich für das Einfrieren der Wasserleitung waren die anhaltenden und außergewöhnlich starken Minusgrade der vergangenen Tage. Trotz vorhandener Begleitheizung und eingeleiteter Sofortmaßnahmen ließ sich ein vollständiges Einfrieren der Leitung unter diesen extremen Witterungsbedingungen nicht verhindern.“

Folgeschaden durch geplatzte Schweißnaht

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Problems sei laut Werdermann die Objektleitung beauftragt worden, die betroffene Wasserleitung mithilfe von mobilen Heizlüftern aufzutauen. Das half zunächst, das Eis taute auf und das Wasser konnte wieder angestellt werden – allerdings nur kurzfristig. Denn es kam zu einem Folgeschaden. „Durch die Ausdehnung des Eises ist eine Schweißnaht in der Wasserleitung aufgeplatzt“, so Delilah Werdermann. Das Wasser sei daraufhin erneut abgestellt worden.

„Eine Sanitärfirma ist inzwischen vor Ort und mit der Instandsetzung der beschädigten Leitung beauftragt.“ Parallel werde geprüft, ob weitere Bereiche der Leitung betroffen sind. Ziel sei es laut Delilah Werdermann, die Versorgung der ansässigen Firmen so schnell wie möglich wiederherzustellen. „Dies hängt davon ab, ob neben der bereits bekannten Schadstelle weitere Beschädigungen an der Wasserleitung festgestellt werden.“

Weitere bauliche Mängel im Gebäude

Es ist nicht das erste Mal, dass es in der Deutschen Med ein Problem mit der Wasserversorgung gibt. „In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu Wasserschäden, die auf altersbedingte Leckagen in den Schmutzwasserleitungen zurückzuführen waren“, sagt Werdermann. Diese Fälle seien jedoch punktuell aufgetreten und würden nicht mit dem aktuellen Schaden in Verbindung stehen. „Die betroffenen Leitungsabschnitte werden im Rahmen der laufenden Instandhaltung sukzessive erneuert.“

Und das Gebäude weist weitere bauliche Mängel auf. So wird aktuell ein Teil der Heizungs- und Klimaanlage saniert. „Darüber hinaus werden laufende Instandhaltungsthemen kontinuierlich geprüft und sukzessive abgearbeitet, um den ordnungsgemäßen Betrieb des Gebäudes dauerhaft sicherzustellen“, sagt Delilah Werdermann.

Historischer Hintergrund der Deutschen Med

Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Med eingeweiht. Der Bauunternehmer Harald Lochotzke wollte mit ihr ein modernes medizinisches Zentrum für die Hansestadt schaffen. Seit 2021 verwaltet die Tattersall Lorenz Immobilienmanagement GmbH den Glasgiganten mit aktuell 14 Mieteinheiten. Die aktuelle Situation unterstreicht die Herausforderungen, die mit der Instandhaltung eines solchen Gebäudes verbunden sind, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration