Wildschwein als ungewöhnlicher Einkaufsgast: Dreistündiger Einsatz in Berliner Shopping-Center
Wildschwein spaziert durch Berliner Einkaufszentrum

Wildschwein als ungewöhnlicher Einkaufsgast in Berlin

Ein unerwarteter Besucher sorgte am Morgen für Aufsehen in einem Berliner Einkaufszentrum. Ein Wildschwein hatte sich in das Allende-Center in Köpenick verirrt und spazierte dort zwischen Haargummis, Regenschirmen und Süßigkeiten umher. Die Polizei Berlin dokumentierte den Vorfall mit dem treffenden Titel „Ich glaub, mein Schwein pfeift“ auf ihrer Plattform X.

Dreistündiger Rettungseinsatz mit kreativen Lösungen

Der Einsatz von Polizeibeamten und Mitarbeitern des Tierparks Berlin dauerte insgesamt drei Stunden. Die Einsatzkräfte bauten einen Fluchttunnel aus Europaletten, um das Tier zurück in den benachbarten Volkspark zu leiten. Mit großen Holzschildern gingen zwei Beamte in die Filiale des Discounters Tedi, um das Wildschwein behutsam nach draußen zu treiben.

„Das Wildschwein ist wieder in freier Wildbahn“, gab ein Polizeisprecher nach erfolgreicher Aktion Entwarnung. Eine Narkotisierung des Tieres war aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht möglich gewesen, weshalb das Team des Tierparks mit Blasrohr, Narkosegewehr und Schilden vorbereitet war, aber auf sanftere Methoden zurückgriff.

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Spuren des tierischen Besuchs

Mitarbeiter des betroffenen Ladens berichteten dem „Tagesspiegel“ von einem prägnanten Wildschweingeruch, der auch nach dem Einsatz noch in der Luft hing. Zudem hatte das Tier sichtbare Spuren im Geschäft hinterlassen. Ein Sprecher des Discounters Tedi erklärte: „Nach Abschluss der Aufräumarbeiten werden wir die Filiale schnellstmöglich wieder für unsere Kundschaft öffnen.“ Die entstandenen Schäden könne das Unternehmen aktuell noch nicht beziffern.

Der Sprecher zeigte sich beeindruckt von der kreativen und effektiven Lösung, das Tier sicher aus dem Gebäude zu leiten. Ein Wildschwein als „Kunde“ sei definitiv kein alltägliches Ereignis und werde noch lange in Erinnerung bleiben.

Wiederkehrende Wildschwein-Vorfälle in der Region

Dies war nicht der erste Einsatz der Polizei in der Hauptstadtregion in Sachen Wildschwein. Bereits im Juli 2023 hatte die Suche nach einer vermeintlichen Löwin im brandenburgischen Kleinmachnow international Aufsehen erregt, die sich nach über 30 Stunden als Wildschwein entpuppte.

Ein weiterer kurioser Vorfall ereignete sich 2020 am Berliner Teufelssee, wo ein nackter Badegast einem Wildschwein und zwei Frischlingen hinterherrannte, nachdem das Tier eine Tüte mit seinem Laptop im Maul davongetragen hatte. Diese Vorfälle zeigen, dass Wildschweine immer wieder unerwartet in den urbanen Raum vordringen und für ungewöhnliche Herausforderungen sorgen.

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