Ein tragischer Wanderunfall hat sich am Samstag in den österreichischen Alpen ereignet. Ein 65-jähriger Deutscher aus Niedersachsen, genauer aus Einbeck, kam dabei ums Leben. Der Urlauber war am Morgen mit seinem Hund von Außerbraz in Vorarlberg aufgebrochen und offenbar an einem Wasserfall abgestürzt.
Ehefrau ortet Hund per GPS
Als der 65-Jährige nicht zur vereinbarten Zeit von seiner Wanderung zurückkehrte, machte sich seine Ehefrau große Sorgen. Sie konnte den Standort ihres Hundes mithilfe eines GPS-Trackers ermitteln. Daraufhin machte sich der Vermieter der Unterkunft auf den Weg, um nach dem Urlauber zu suchen. Am späten Vormittag dann die traurige Gewissheit: Der Mann wurde am Fuß eines Wasserfalls im Winkeltobel entdeckt – regungslos.
Großaufgebot an Rettungskräften
Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben einem Rettungshubschrauber und einem Polizeihubschrauber rückten auch die Bergrettung, ein Kriseninterventionsteam sowie mehrere Polizeistreifen aus. Erste Ermittlungen ergaben keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod des Mannes.
Urlaub endet tragisch
Besonders tragisch: Das Ehepaar war erst am Vortag angereist, um in der Unterkunft Bekannte zu treffen, wie ein Polizeisprecher der Landespolizeidirektion Vorarlberg mitteilte. Die Zahl der Unfälle, insbesondere der schweren Abstürze mit Todesfolge, häuft sich in der Region. Laut einem Jahresrückblick des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit stieg die Zahl der tödlichen Alpinunfälle 2024 auf 35 an. Der Zehnjahresdurchschnitt liegt bei 25 Todesopfern.
Die genauen Umstände des Unfalls werden noch ermittelt. Die Polizei bittet Wanderer um erhöhte Vorsicht in den Bergen.



