Die BR Volleys wollen gleich den ersten Matchball zum zehnten Meistertitel in der Volleyball-Bundesliga hintereinander nutzen. „Natürlich würden wir lieber in Berlin gewinnen, aber das haben wir uns durch die Hauptrunde kaputt gemacht“, sagte Florian Krage-Brewitz nach dem zweiten Sieg im zweiten Finalspiel nach dem Modus „Best of Five“ gegen die SVG Lüneburg. „Die Körper sind alle auf Reserve, deshalb wollen wir den Erfolg am Mittwoch klarmachen.“
Volleyball auf internationalem Niveau
Drei Tage nach dem 3:1-Auftaktsieg in Lüneburg war der 3:1-Heimerfolg ein erneuter Kraftakt für das Team von Interimstrainer Markus Steuerwald. Die Niedersachsen gewannen sehr souverän den ersten Satz, die Berliner kamen erst Mitte des zweiten Durchgangs beim 12:11 zur erstmaligen Führung. „Wir haben darauf vertraut, dass unsere Chancen kommen, trotz der Rückstände. Sie kamen, weil wir sie uns erarbeitet haben, und dann konnten wir sie auch nutzen“, sagte Steuerwald und lobte dabei die Intensität des Spiels: „Das war Volleyball auf internationalem Niveau. Kompliment an Lüneburg für die Leistung. Wenn sie so wieder zu Hause spielen, müssen wir uns nochmal ganz extrem strecken.“
Hanes mahnt zur Gelassenheit
Den schweren Start wendete in den folgenden Sätzen vor allem Jake Hanes mit insgesamt 24 Punkten ins Positive. Der Amerikaner erlebte dabei „das vielleicht lauteste Spiel“ in seiner bisherigen Berliner Zeit. Bis weit nach Spielende stand der Außenangreifer für Selfies mit dem Publikum bereit und wirkte einmal mehr wie ein cooler Surfer am kalifornischen Strand. „Ich glaube, etwas Gelassenheit tut uns jetzt gut“, sagte Hanes, der zum MVP des Spiels gewählt worden war und natürlich auch von den Kollegen ausdrücklich gelobt wurde. „Jake ist in einigen Momenten einzigartig. Wenn er in der Spitze alles trifft, gibt es wenige, die besser sind als er“, sagte Krage-Brewitz.
Die Volleys setzen am kommenden Mittwoch in der dritten Partie in Lüneburg (19.00 Uhr/Dyn) auf die Spielstärke von Hanes, um die Saison abzuschließen. Kapitän Schott, der vor den Playoffs auf den Titelgewinn in der vierten Partie gesetzt hatte, will den entscheidenden Sieg nun auch so schnell wie möglich sichern: „Ich will eigentlich schon am Mittwoch die Meisterschaft holen. Wer was wie getippt hat, ist mir eigentlich egal.“



