DLRG zählt 16 Badetote in Berlin: Zahl der Ertrunkenen bleibt konstant
16 Badetote in Berlin: DLRG fordert mehr Prävention

DLRG zählt 16 Badetote in Berlin: Zahl der Ertrunkenen bleibt konstant

In den Gewässern der Hauptstadt Berlin sind im vergangenen Jahr 2025 insgesamt 16 Menschen ertrunken. Diese aktuellen Zahlen stammen von der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG), die nun ihre offizielle Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt hat. Die traurige Statistik zeigt, dass sich die Zahl der Badetoten im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert hat – auch 2024 waren bereits 16 Personen in Berliner Seen, Flüssen und Kanälen ums Leben gekommen.

Die meisten Opfer waren männlich

Bei der genaueren Analyse der Todesfälle fällt auf, dass die überwiegende Mehrheit der Ertrunkenen männlich war. Von den 16 tragischen Unglücksfällen ereigneten sich acht in einem Fluss, sechs in einem See und zwei in einem Kanal. Diese Verteilung verdeutlicht, dass Gefahren nicht nur in stehenden Gewässern lauern, sondern insbesondere auch in fließenden Gewässern mit oft unterschätzten Strömungen.

DLRG-Präsidentin fordert verstärkte Präventionsarbeit

Die Präsidentin der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft, Ute Vogt, betonte in ihrer Stellungnahme, dass der Schlüssel zu geringeren Unfallzahlen in der intensivierten Präventionsarbeit liege. „Insbesondere Menschen, die nicht sicher schwimmen können, müssen für die möglichen Gefahren sensibilisiert werden“, erklärte Vogt mit Nachdruck. Sie wies darauf hin, dass leider auch viele Freizeitsportler auf dem Wasser – wie Angler auf Booten, Paddler oder Segler – „noch allzu oft unbedarft, was ihre eigene Sicherheit betrifft“ seien.

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Schwimmunterricht an Schulen muss ausgebaut werden

Neben der allgemeinen Aufklärungsarbeit forderte die DLRG-Präsidentin einen deutlichen Ausbau der Angebote für das Schwimmenlernen, wobei sie besonders die Schulen in den Fokus nahm. „Unsere Kinder können mehrheitlich nicht sicher schwimmen, wenn sie die Grundschule verlassen“, kritisierte Vogt. Sie machte deutlich, dass diese Kinder anschließend immer seltener unter der direkten Aufsicht ihrer Eltern stünden und dadurch ein Leben lang erhöhten Gefahren am und im Wasser ausgesetzt seien. „Aus Sicht der DLRG ist das ein unnötiges Lebensrisiko, das wir durch bessere Schwimmausbildung vermeiden könnten“, so die Präsidentin abschließend.

Die konstant hohe Zahl der Badetoten in Berlin unterstreicht die Dringlichkeit dieser Forderungen. Experten weisen darauf hin, dass regelmäßige Schwimmkurse und Aufklärungskampagnen gerade in städtischen Ballungsräumen mit vielen Badegewässern von besonderer Bedeutung sind. Die DLRG wird ihre Präventionsarbeit fortsetzen und appelliert gleichzeitig an die Verantwortlichen in Politik und Bildungswesen, die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

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