Autokonvoi gegen hohe Spritpreise rollt von Ostfriesland nach Berlin
Autokonvoi gegen Spritpreise rollt nach Berlin

Autokonvoi gegen hohe Spritpreise rollt von Ostfriesland nach Berlin

Seit dem frühen Morgen ist ein Autokonvoi aus Ostfriesland unterwegs Richtung Berlin, um ein deutliches Zeichen gegen die stark gestiegenen Kraftstoffpreise zu setzen. Bei der Abfahrt in Emden hatten sich etwa 35 Fahrzeuge zu der Protestkolonne zusammengeschlossen, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück mitteilte. Insgesamt nehmen rund 50 Personen an der Demonstration teil. Die Polizei berichtet, dass der Start reibungslos verlief und zunächst keine größeren Verkehrsbehinderungen auftraten.

Protest gegen Spritpreis-Explosion und politische Enttäuschung

Die Demonstration ist unter dem Namen „17.04.2026 Generalstreik - Von Emden nach Berlin mit 50 km/h“ angemeldet und genehmigt. Der Initiator Sebastian Bormann aus Emden hatte über soziale Netzwerke zu dem Protest aufgerufen, wobei seine Videos hunderttausendfach geklickt wurden. Bormann äußerte deutliche Unzufriedenheit mit der Politik der Bundesregierung und fühlt sich von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Stich gelassen. „Die ganzen Kosten sind einfach immens hoch“, erklärte er und betonte, dass Wahlversprechen nicht eingehalten würden. „Und da platzt uns als Bürgern natürlich irgendwann die Hutschnur.“

Route und Regeln für den Konvoi

Für den mehrstündigen Protestzug gelten spezifische Vorgaben. Beteiligen dürfen sich nur Fahrzeuge, die für eine Geschwindigkeit von mehr als 60 Kilometer pro Stunde zugelassen sind. Ursprünglich hatte der Organisator geplant, Autobahnen zu nutzen, doch nun wurde eine Route über mehrere Bundesstraßen festgelegt. Diese führt unter anderem über Cloppenburg, Nienburg, Celle und Wolfsburg bis zur niedersächsischen Landesgrenze und dann weiter durch Sachsen-Anhalt nach Brandenburg. Die Polizei sichert die Kolonne mit Polizeiautos und Polizeimotorrädern ab, wobei die Ankunft in Berlin für den Abend erwartet wird. Die Organisatoren rechnen damit, dass sich auf der Fahrt durch mehrere Bundesländer weitere Teilnehmer und Fahrzeuge anschließen werden.

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Entspannung der Preissituation an Tankstellen

Zuletzt hat sich die Preissituation an den Tankstellen weiter entspannt. Seit dem Hoch rund um Ostern sind die Spritpreise deutlich gefallen, wobei sowohl Diesel als auch Superbenzin der Sorte E10 billiger werden. Nach Angaben des ADAC kostete E10 im bundesweiten Tagesschnitt pro Liter 2,077 Euro, was einem Rückgang von 1,2 Cent gegenüber dem Vortag entspricht. Diesel verbilligte sich um 2,6 Cent auf 2,211 Euro pro Liter. Am Freitagmorgen boten einzelne Tankstellen in einigen Regionen den Liter E10 sogar für weniger als 2 Euro an. Trotz dieser jüngsten Entwicklungen bleibt der Unmut über die allgemein hohen Kraftstoffkosten bei vielen Bürgern bestehen, wie der aktuelle Protestkonvoi deutlich macht.

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