Brandenburg vor rot-schwarzer Koalition: SPD und CDU präsentieren Fahrplan bis März
Potsdam - Die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke und die CDU unter Landeschef Jan Redmann stehen in Brandenburg unmittelbar vor der Bildung einer rot-schwarzen Koalition. Nach dem Bruch der bisherigen SPD/BSW-Koalition im Januar haben beide Parteien nun einen gemeinsamen Koalitionsvertrag für die kommenden dreieinhalb Jahre vorgelegt. Das Bündnis ist jedoch noch nicht endgültig besiegelt, da die Parteigremien ihre Zustimmung geben müssen.
Der konkrete Zeitplan für die Koalitionsbildung
Die geplante Koalition soll noch im März offiziell stehen. Dafür liegt ein detaillierter Fahrplan vor, der mehrere entscheidende Termine umfasst:
- 13. März - Die Frist für die Mitgliederbefragung der CDU über den Koalitionsvertrag endet um zwölf Uhr mittags. Bis zu diesem Zeitpunkt können die Parteimitglieder über das Vertragswerk abstimmen.
- 14. März - Der CDU-Landesvorstand trifft sich zur Auswertung der Mitgliederbefragung. An diesem Tag soll auch offiziell bekanntgegeben werden, welche Ministerien von der SPD an die CDU übergehen. Als sicher gilt, dass CDU-Landeschef Jan Redmann das Amt des Innenministers übernehmen wird. Zudem werden die Besetzungen des Bildungs- und des Landwirtschaftsministeriums verkündet.
- 14. März - Parallel tagt ein SPD-Landesparteitag in Potsdam, der über den Koalitionsvertrag berät und abschließend darüber abstimmt.
- 18. März - Im Brandenburger Landtag werden die neuen Ministerinnen und Minister von Ministerpräsident Dietmar Woidke ernannt und später im Plenum vereidigt - vorausgesetzt, die Parteien haben dem Koalitionsvertrag vorher zugestimmt. Woidke ist bereits als Regierungschef gewählt.
Inhalte des Koalitionsvertrags und politische Schwerpunkte
Der am Mittwoch vorgestellte Koalitionsvertrag enthält mehrere zentrale Vorhaben. SPD und CDU kündigen darin deutliche Einsparungen an, insbesondere beim Landespersonal. Gleichzeitig planen sie, 250 zusätzliche Lehrerstellen zu schaffen, um das Bildungssystem zu stärken.
Im Gesundheitsbereich wollen die Parteien die Krankenhausstandorte als Orte regionaler Gesundheitsversorgung erhalten. Weitere Maßnahmen umfassen die Verdoppelung der privaten Wohnraumförderung und die Entlastung der Wirtschaft.
Als größte Herausforderung benennen SPD und CDU den Schutz von Demokratie und Freiheit gegen Extremismus. Dieser Punkt steht im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen politischen Agenda.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Parteigremien den Weg für die rot-schwarze Koalition freimachen und Brandenburg damit eine neue Regierungskonstellation erhalten wird.



