Brandenburg führt vergünstigtes Deutschlandticket für Auszubildende ein - 40 Prozent Rabatt ab Juli
Brandenburg: Vergünstigtes Deutschlandticket für Azubis ab Juli

Brandenburg führt vergünstigtes Deutschlandticket für Auszubildende ein

Potsdam • Ab dem 1. Juli 2026 können Auszubildende in Brandenburg mit einem deutlich vergünstigten Deutschlandticket durch die Republik reisen. Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg hat am Donnerstag die Einführung des „Deutschlandticket Zuschuss Ausbildung“ beschlossen, das monatlich nur 37,80 Euro kosten wird.

40 Prozent Rabatt gegenüber normalem Ticket

Dieser Preis entspricht einem Rabatt von satten 40 Prozent gegenüber dem regulären Deutschlandticket, das derzeit 63 Euro im Monat kostet. Mit dieser Maßnahme werden Auszubildende endlich den Studierenden gleichgestellt, die bereits seit Jahren von preisgünstigen Semestertickets profitieren.

Die Finanzierung des Zuschusses, der das Ticket entsprechend ermäßigt, erfolgt je nach Situation unterschiedlich: Für Auszubildende, die in einem klassischen Ausbildungsbetrieb tätig sind, übernimmt der Arbeitgeber die Kosten. Für jene, die eine schulische Berufsausbildung etwa an einer Schule für Gesundheitsberufe absolvieren und dadurch keinen direkten Arbeitgeber haben, oder für Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten, springt das Land Brandenburg ein.

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Politische Unterstützung für mehr Mobilität

Brandenburgs neuer Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) betonte die Bedeutung der Initiative: „Mit dem neuen Deutschlandticket-Zuschuss erleichtern wir jungen Menschen in schulischer Ausbildung und im Freiwilligendienst den Weg zur Schule, zur Einsatzstelle und in ihrer Freizeit. Mobilität ist Teil sozialer Teilhabe.“ Wer sich für eine Ausbildung oder ein freiwilliges Engagement entscheide, solle überall in Brandenburg und Deutschland unterwegs sein können, ohne dass die Kosten zur unüberwindbaren Hürde werden.

Die CDU-Verkehrspolitikerin Nicole Walter-Mundt begrüßte das neue Angebot als „wichtigen und richtigen Schritt für Brandenburg“. Sie verwies darauf, dass diese Entscheidung nicht aus dem Nichts komme, sondern auf einen gemeinsamen Antrag von SPD und CDU im Landtag zurückgehe, mit dem bereits im zurückliegenden Plenum die Neuauflage eines bezahlbaren Azubi-Tickets auf den Weg gebracht worden sei.

Besondere Bedeutung für Flächenland Brandenburg

Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg seien viele junge Menschen auf Bus und Bahn angewiesen – oft über weite Strecken hinweg. Walter-Mundt erklärte: „Ein vergünstigtes Ticket entlastet spürbar und macht Ausbildung planbarer. Das neue Angebot ist zugleich ein klares Signal an unsere Betriebe: Wir stärken die Ausbildung und verbessern die Rahmenbedingungen für die Fachkräfte von morgen.“

Das Ticket, das in enger Abstimmung mit Handwerkskammern und der Industrie- und Handelskammer entwickelt wurde, ermöglicht es Auszubildenden nicht nur, kostengünstig zur Arbeit zu pendeln, sondern auch in der Freizeit und im Urlaub das gesamte deutsche ÖPNV-Netz zu nutzen. Damit wird eine langjährige Forderung nach mehr Fairness und Gleichstellung im öffentlichen Nahverkehr endlich umgesetzt.

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