Brandenburg erreicht Waldbrandgefahrenstufe 3 – Feuerwehren bereiten sich vor
Brandenburg: Waldbrandgefahr steigt auf Stufe 3

Brandenburg erreicht Waldbrandgefahrenstufe 3 – Feuerwehren bereiten sich vor

Im Waldbrand-Hotspot Brandenburg steigen die Risiken bei viel Sonne und trockenen Frühlingstagen deutlich an. Kurz nach dem offiziellen Start der Waldbrandsaison im März wurde nun fast überall die mittlere Waldbrandgefahrenstufe 3 von insgesamt 5 erreicht. Spaziergänger und Naturbesucher werden eindringlich zur besonderen Vorsicht aufgerufen, um nicht leichtfertig ein Feuer zu entfachen.

Fast flächendeckend erhöhte Gefahr

Die Warnstufe 3 galt heute in 12 von 14 Brandenburger Landkreisen, wie das zuständige Forst- und Umweltministerium in einer aktuellen Online-Mitteilung bekannt gab. Lediglich in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin wurde eine etwas niedrigere Gefahrenstufe der Kategorie 2 berechnet. Diese regionale Differenzierung zeigt, wie unterschiedlich die Bedingungen innerhalb des Bundeslandes sein können.

Brandenburg als besonders gefährdetes Gebiet

In Brandenburg gilt die Waldbrandgefährdung allgemein als besonders hoch – ein Status, der auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Die ausgedehnten Kiefernwälder, der vergleichsweise geringe Niederschlag und die leichten Sandböden schaffen ideale Bedingungen für die schnelle Ausbreitung von Feuern. Aus diesem Grund wird der Umbau hin zu mehr Laubmischwäldern mit Nachdruck vorangetrieben, um die Widerstandsfähigkeit der Wälder langfristig zu erhöhen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Waldbrandsaison bis Ende September

Von März bis Ende September werden in Brandenburg täglich die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen ermittelt und veröffentlicht. In dieser Zeit sind die beiden Waldbrandzentralen des Landesbetriebs Forst in Wünsdorf und Eberswalde durchgehend besetzt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, entstehende Feuer möglichst frühzeitig zu entdecken und so eine weitere Ausbreitung effektiv zu verhindern.

Vergleich mit vergangenen Jahren

Im vergangenen Jahr verlief die Waldbrandsaison in Brandenburg noch vergleichsweise glimpflich, da die meisten Feuer relativ klein blieben. Nach offiziellen Angaben des Ministeriums wurden insgesamt 305 Waldbrände registriert, die zusammengenommen eine Fläche von etwa 247 Hektar betrafen. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 loderten bei Jüterbog Waldbrände, die eine betroffene Fläche von rund 700 Hektar umfassten – das entspricht mehr als 950 Fußballfeldern.

Strenge Regeln zur Brandvermeidung

Waldbrände entstehen laut Ministerium häufig durch fahrlässige Brandstiftung, beispielsweise durch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe. Unabhängig von der aktuellen Waldbrandgefahr ist es in Brandenburg das ganze Jahr über strikt verboten, im Wald und in einem Abstand von weniger als 50 Metern vom Waldrand entfernt ein Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Dieses Verbot umfasst ausdrücklich auch das Grillen an Seeufern in unmittelbarer Waldnähe.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration