In Oldenburg kommt es ab Sonntag aufgrund der Sperrung einer wichtigen Eisenbahnbrücke zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass die seit langem sanierungsbedürftige Hunte-Klappbrücke für gut drei Tage voll gesperrt werden muss. Die Sperrung beginnt am Sonntag um 23 Uhr und endet am Donnerstag um 5 Uhr. In dieser Zeit kommt es zu Umleitungen, Ausfällen und Teilausfällen, und Bahnreisende müssen auf Ersatzbusse umsteigen.
Hintergrund der Reparaturarbeiten
Grund für die Sperrung ist ein im März 2026 festgestellter Schaden an einem Längsträger der Brücke. Zudem lässt sich die Brücke seit Januar nicht mehr für Schiffe aufklappen, nachdem bei einer Wartung eine gebrochene Zahnstange im Klappmechanismus entdeckt wurde. Dieser Schaden führt bereits zu Einschränkungen im Schiffsverkehr. Im Rahmen der aktuellen Arbeiten sollen beide Schäden behoben werden. Nach Abschluss der Reparaturen kann die Brücke wieder einseitig für den Schiffsverkehr geöffnet werden.
Bedeutung der Brücke
Die Eisenbahnklappbrücke im Stadtgebiet von Oldenburg gilt seit langem als sanierungsbedürftig und stellt einen wichtigen Knotenpunkt für den Personenverkehr zwischen Bremen und Leer beziehungsweise Wilhelmshaven dar. Bereits im November wurde bei einer Inspektion ein Materialschaden festgestellt, der zu einer vorübergehenden Einschränkung des Zugverkehrs auf ein Gleis führte. Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte sich im Januar für einen zügigen Neubau der Brücke ausgesprochen, um die anhaltenden Probleme zu lösen.
Auswirkungen auf Reisende
Bahnreisende müssen sich in den kommenden Tagen auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Die Deutsche Bahn empfiehlt, vor Fahrtantritt die aktuellen Verbindungen zu prüfen und mehr Zeit einzuplanen. Die Ersatzbusse verkehren zwischen den betroffenen Bahnhöfen, jedoch kann es zu längeren Reisezeiten kommen. Die Bahn bittet um Verständnis für die notwendigen Reparaturarbeiten, die der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs dienen.



