Chaos im Ersatzverkehr: Brandenburgs Minister Tabbert fordert Konsequenzen von DB InfraGo
Chaos im Ersatzverkehr: Minister fordert Konsequenzen

Chaos im Ersatzverkehr: Brandenburgs Minister Tabbert fordert Konsequenzen von DB InfraGo

Das anhaltende Durcheinander um den Ersatzverkehrsbetreiber Ecovista sorgt weiterhin für massive Unruhe in Brandenburg. Der Infrastrukturminister des Landes, Detlef Tabbert, hat nun deutliche Kritik geäußert und konkrete Konsequenzen gefordert. Der parteilose Politiker reagierte damit auf die jüngste Ankündigung von Ecovista, die Busflotte auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin auszutauschen.

Minister spricht von "unzumutbaren Zuständen"

In einem exklusiven Gespräch mit unserer Redaktion am Montag zeigte sich Tabbert äußerst verärgert über die aktuelle Situation. "Die Menschen zwischen Hamburg und Berlin werden seit Monaten auf Geduld und Flexibilität eingeschworen – jetzt bekommen sie im Ersatzverkehr aber Busse, die deutlich älter wirken, weniger komfortabel sind und bei denen zentrale Servicefunktionen nicht durchgängig funktionieren", erklärte der Minister mit Nachdruck. Er betonte weiter: "Für diese Qualität hat das Land kein Geld bereitgestellt. Die aktuellen Zustände sind schlichtweg unzumutbar."

Kritik richtet sich an DB InfraGo als Vertragspartner

Interessanterweise wandte sich Tabbert mit seiner scharfen Kritik nicht direkt an den Ersatzverkehrsbetreiber Ecovista, sondern an die DB InfraGo. Diese Gesellschaft fungiert als Vertragspartner des Landes Brandenburg bezüglich der Ersatzverkehre. "Ich erwarte von der DB InfraGo, dass umgehend dafür gesorgt wird, dass Sicherheit und Komfort im Ersatzverkehr zweifelsfrei gewährleistet sind und die vereinbarten Standards eingehalten werden", forderte Tabbert entschieden.

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Der Minister stellte zudem klare Forderungen an die Bahn: "Außerdem muss die Bahn jetzt sofort offen darlegen, wie es mit der Generalsanierung weitergeht und wie lange die Fahrgäste diese Zumutungen noch ertragen sollen. Die Pendlerinnen und Pendler bräuchten endlich Verlässlichkeit statt immer wieder neuer Belastungen."

Hoffnung auf baldige Verbesserungen

Intern hegt die Landesregierung allerdings die Hoffnung, dass es zumindest für einen Teil der Pendler demnächst positive Signale geben könnte. Nach Informationen unserer Redaktion wird erwogen, den Zugverkehr zumindest bis Nauen wieder in Betrieb zu nehmen. Eine entsprechende Entscheidung soll noch Anfang dieser Woche fallen, was für viele Betroffene eine erste Erleichterung bedeuten könnte.

Die anhaltenden Probleme im Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin belasten nicht nur die täglichen Pendler, sondern werfen auch grundsätzliche Fragen zur Organisation und Qualitätssicherung solcher Notfallverkehre auf. Minister Tabberts deutliche Worte unterstreichen die Dringlichkeit der Situation und den Handlungsbedarf auf Seiten aller Beteiligten.

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