DRK-Wärmebus in Berlin verzeichnet Rekordzahl an Anrufen während Kältehilfe-Saison
DRK-Wärmebus Berlin: Rekordzahl an Anrufen in Kältehilfe-Saison

DRK-Wärmebus in Berlin verzeichnet Rekordzahl an Anrufen während Kältehilfe-Saison

Der DRK-Wärmebus in Berlin hat in der vergangenen Kältehilfe-Saison eine bemerkenswerte Steigerung der Hilfsanfragen verzeichnet. Vom 1. November 2025 bis zum 31. März 2026 wurde die Notrufnummer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) insgesamt 1.872 Mal gewählt. Diese Zahl stellt einen historischen Höchststand dar und verdeutlicht den wachsenden Bedarf an Unterstützung für obdachlose Menschen in der Hauptstadt.

Verdopplung der Anrufzahlen im Vergleich zur Vorsaison

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg gegenüber der vorherigen Saison, in der lediglich 955 Anrufe registriert wurden. Damit hat sich die Anzahl der Hilferufe nahezu verdoppelt. „Noch nie zuvor gingen so viele Hinweise aus der Bevölkerung ein“, betonte der DRK-Landesverband Berlin in einer offiziellen Mitteilung. Dieser Anstieg spiegelt sowohl die erhöhte Sensibilisierung der Öffentlichkeit als auch die verschärften Lebensbedingungen während der Wintermonate wider.

Umfangreiche Hilfsleistungen und Kontakte zu Bedürftigen

Während der gesamten Kältehilfe-Saison war das DRK-Team täglich von 18.00 bis 24.00 Uhr im Berliner Stadtgebiet im Einsatz. In diesem Zeitraum kam es zu 1.992 Kontakten mit hilfebedürftigen Personen. Die konkreten Hilfsmaßnahmen umfassten:

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  • Unterbringung von 597 Menschen in Notunterkünften, darunter 185 Frauen
  • Ausgabe von 1.115 wärmenden Gegenständen wie Kleidungsstücken, Schlafsäcken und Isomatten
  • Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung vor Ort

Zusätzliche Unterstützung durch Ehrenamtliche und Koordination

An besonders kalten Nächten erhielt der Wärmebus-Dienst Verstärkung durch ehrenamtliche Helfer aus den DRK-Bereitschaften. Zusätzliche Kräfte koordinierten das erhöhte Anrufaufkommen und sorgten für den Einsatz ergänzender Fahrzeuge. Diese Maßnahmen ermöglichten eine effiziente und umfassende Hilfeleistung trotz der rekordverdächtigen Nachfrage.

Lebenswichtige Hilfe bei extremen Wetterbedingungen

DRK-Landesgeschäftsführerin Catía Voßberg wies auf die besondere Dringlichkeit der Kältehilfe hin: „Strenge Kälte wie im zurückliegenden Winter ist für Menschen, die auf der Straße leben, lebensbedrohlich.“ Sie dankte ausdrücklich allen Helfern, Spendern und Bürgern, die durch ihre Meldungen und Hilfsbereitschaft zum Erfolg der Initiative beigetragen haben. Die kontinuierliche Arbeit des Wärmebusses bleibt ein zentraler Bestandteil der städtischen Obdachlosenhilfe während der Wintermonate.

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