Feuerwehr Berge weiht erweitertes Gerätehaus mit neuem Anbau ein
Das Feuerwehrgerätehaus in Berge präsentiert sich nach umfangreichen Baumaßnahmen in neuem Glanz. Nicht nur ein dringend benötigter Anbau wurde realisiert, sondern auch der bestehende Gebäudeteil wurde komplett saniert und modernisiert. Die Freiwillige Feuerwehr Berge hat damit endlich ausreichend Platz für ihre beiden Einsatzfahrzeuge und verbesserte Umkleidemöglichkeiten für die aktiven Kameraden sowie die Jugendfeuerwehr.
Fünf Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung
Der Weg bis zur Einweihung war langwierig: Gute fünf Jahre vergingen vom ersten Antrag des Ortswehrführers Thomas Eggebrecht bis zur feierlichen Übergabe am vergangenen Sonnabend. Die Erweiterung war dringend notwendig geworden, da die bisherigen Platzverhältnisse extrem beengt waren. „Wenn wir mit dem MTW nicht ganz dicht hinten an die Wand gefahren sind, kamen wir mit dem TLF nicht raus. Wir hatten sowieso nur fünf Zentimeter an beiden Seiten, um durchs Tor zu fahren“, schilderte Eggebrecht die prekäre Situation.
Fördergelder ermöglichen den Bau
Die Amtswehrführung, der Amtsausschuss Putlitz-Berge und die Amtsverwaltung erkannten die Notwendigkeit und setzten den Gerätehausanbau auf die Prioritätenliste. 2023 bot sich schließlich die Gelegenheit, Fördermittel zu beantragen, nachdem das Brandenburger Innenministerium eine entsprechende Richtlinie erlassen hatte. Am 5. Mai 2024 kam die erfreuliche Nachricht: Das Ministerium bewilligte eine 100-prozentige Förderung in Höhe von 333.000 Euro für das Bauvorhaben.
887 Stunden Eigenleistung der Kameraden
Neben dem Neubau wurde auch der Bestandsbau umfassend renoviert. Die Berger Kameraden leisteten dabei 887 Stunden Eigenarbeit, in denen sie Wände neu verputzten, den Betonfußboden erneuerten, neue Elektrik installierten und die alten Spinde abschliffen und lackierten. „Wir haben uns regelrecht in die Bauarbeiten reingesteigert“, berichtete Eggebrecht stolz. Vom Amt Putlitz-Berge kamen zusätzlich 48.000 Euro Eigenmittel für den Aus- und Umbau.
Neue Ausstattung und Anerkennung
Während der Bauphase musste zudem der alte Mannschaftstransportwagen ersetzt werden, der keinen TÜV mehr bekam. Das Amt reagierte schnell und stellte zunächst den Kommandoeinsatzwagen als Übergangslösung zur Verfügung, bevor ein gebrauchter neuer MTW für 53.000 Euro angeschafft wurde. Zusätzlich erhielt die Feuerwehr Berge vom Landkreis ein Notstromaggregat, das im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls die Stromversorgung gewährleisten soll.
Bei der Einweihungsfeier dankten Vertreter aus Verwaltung und Politik den Berger Kameraden und allen beteiligten Firmen für die reibungslose Umsetzung. Bürgermeisterin Susanne Scherfke-Weber richtete besonderen Dank an die Familien der Feuerwehrleute: „Ich möchte den Frauen und Familien danken, die die ehrenamtliche Tätigkeit ihrer Männer und Väter immer unterstützen. Ohne dem wäre das alles gar nicht machbar.“
Zukunftssicherer Standort für den Katastrophenschutz
Mit dem nun nach neuesten Standards ausgestatteten Feuerwehrgerätehaus kann die Freiwillige Feuerwehr Berge ihren Herausforderungen als einer von zwei Katastrophenschutz-Leuchttürmen im Amtsbereich neben Putlitz entspannter entgegensehen. Die Baumaßnahme stärkt nicht nur die Einsatzbereitschaft, sondern auch die Gemeinschaft innerhalb der Wehr und das Zusammenwirken für die Gemeinde.



