Führerschein-Betrug in Brandenburg rückläufig - Deutschlandweit hohes Niveau
Führerschein-Betrug in Brandenburg geht zurück

Führerschein-Betrug in Brandenburg rückläufig - Deutschlandweit hohes Niveau

Während sich die Betrugsversuche bei theoretischen Führerscheinprüfungen in vielen Bundesländern auf einem hohen Niveau stabilisiert haben, verzeichnet Brandenburg einen deutlichen Rückgang. Im Jahr 2025 wurden in Brandenburg insgesamt 55 Täuschungsversuche aufgedeckt, im Vorjahr waren es noch 73 Fälle. Diese Zahlen gehen aus aktuellen Daten des Tüv-Verbands hervor und zeigen eine positive Entwicklung für das Bundesland.

Deutschlandweite Situation bleibt angespannt

Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 4.239 Betrugsfälle bei Führerscheinprüfungen registriert. Damit bleibt der Prüfungsbetrug nach starken Zuwächsen in den Vorjahren ein anhaltendes Problem. Im Jahr 2023 waren es 3.759 Fälle, 2024 bereits 4.198 Fälle. Die meisten Täuschungsversuche wurden in Nordrhein-Westfalen mit 1.378 Fällen registriert, gefolgt von Berlin mit 497 und Bayern mit 449 Fällen.

Fani Zaneta vom Tüv-Verband kommentiert die Entwicklung: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert.“ Gleichzeitig weist sie auf ein vermutlich großes Dunkelfeld hin, da nur ein Teil der tatsächlichen Täuschungen entdeckt werde.

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Professionelle Methoden im Einsatz

Auffällig ist der zunehmende Einsatz technischer Hilfsmittel bei Betrugsversuchen. In mehr als jedem dritten Fall in Deutschland (36 Prozent) kamen Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer zum Einsatz. Auch Doppelgänger sind keine Seltenheit mehr – in weiteren Fällen legten sogenannte Stellvertreter die Prüfung ab.

Insgesamt ist inzwischen gut jeder zweite Betrugsversuch (52 Prozent) professionell organisiert. Oftmals sind weitere Personen involviert, die den Prüfling technisch unterstützen, aus der Ferne Lösungen übermitteln oder sich als Fahrschüler ausgeben. Für diese Betrugsmaschen ist entsprechendes technisches Know-how notwendig.

Die Methoden reichen von Hightech-Lösungen bis zu klassischen Betrugsversuchen. Während Brandenburg eine positive Entwicklung zeigt, bleibt die Situation in anderen Bundesländern weiterhin angespannt. Die Zahlen verdeutlichen, dass Prüfungsbetrug bei Führerscheinprüfungen ein bundesweites Problem darstellt, das trotz technischer Überwachungsmöglichkeiten weiterhin besteht.

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