Lufthansa-Streik legt Berliner Flughafen BER teilweise lahm
Seit Mitternacht befinden sich Flugbegleiter der Deutschen Lufthansa AG erneut im Arbeitskampf. Der von der Gewerkschaft Ufo ausgerufene Streik hat unmittelbare Auswirkungen auf den Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER).
Massive Ausfälle bei innerdeutschen Verbindungen
Wie aus der aktuellen Fluginformation des BER hervorgeht, wurden für den gesamten Tag jeweils rund 20 Starts und Landungen gestrichen. Betroffen sind insbesondere die innerdeutschen Verbindungen von und nach Frankfurt am Main sowie München. Diese beiden Städte stellen die wichtigsten Drehkreuze der Lufthansa dar, wodurch zahlreichen Passagieren Flugausfälle drohen.
Der Streik soll nach Gewerkschaftsangaben bis 22:00 Uhr andauern und betrifft alle Abflüge der Lufthansa von den Flughäfen Frankfurt und München. Für Reisende, die an diesem Tag vom BER aus nach Süddeutschland fliegen wollten, bedeutet dies erhebliche Umplanungen.
Tarifkonflikt als Ursache des Arbeitskampfes
Hintergrund des Streiks stehen anhaltende Tarifkonflikte. Zum einen geht es um die Verhandlungen zum Manteltarif bei der Lufthansa. Zum anderen kritisiert Ufo die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Regionaltochter Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln.
Interessanterweise plant das Management, den Flugbetrieb der Lufthansa Cityline im kommenden Jahr einzustellen. An ihre Stelle soll eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines treten. Diese Umstrukturierung verschärft die angespannte Verhandlungssituation zusätzlich.
Kritische Timing während der Osterrückreisewelle
Die Lufthansa kritisiert den Zeitpunkt des Streikaufrufs scharf. Dieser treffe die Fluggäste mitten im Rückreiseverkehr zum Ende der Osterferien besonders hart. Das Unternehmen betont, dass tragfähige Lösungen nur im Dialog gefunden werden könnten und Streiks stets das letzte Mittel bleiben müssten.
„Wir fordern die Gewerkschaft deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit“, so eine Unternehmenssprecherin. Betroffene Kundinnen und Kunden würden automatisch über Flugänderungen informiert.
Für viele Reisende bedeutet der Streik jedoch konkrete Einschränkungen: Sie müssen sich kurzfristig nach alternativen Transportmöglichkeiten umsehen oder ihre Reisepläne komplett überdenken. Die Situation am BER bleibt bis zum Abend angespannt.



