Nach der offiziellen Eröffnung des Mühlenteich-Areals in Rehna kommen auf die Klosterstadt möglicherweise weitere Kosten in sechsstelliger Höhe zu. Denn offenbar muss eine weitere Spundwand errichtet werden. Diese soll zur Sicherung der Rehnaer Wassermühle dienen, damit bei Havarien in der Mühle der Wasserstand im Mühlenteich nicht abgesenkt wird. Speziell für die Reparatur der Wehranlage an der Mühle soll diese Maßnahme zwingend erforderlich sein.
Durch den jetzigen Zustand könnte die Gefahr eines einseitigen Wasserdrucks auf die bereits gerammte Spundwand im Mühlenteich auftreten, heißt es in einer Beschlussvorlage. Die Folgen könnten fatal sein, da die Spundwand samt Steg in solch einem Fall möglicherweise zur Seite kippen könnte. Die zusätzliche Spundwand würde 16,77 Meter breit sein. Nach einer ersten Kostenschätzung wäre mit Ausgaben von insgesamt etwa 281.000 Euro zu rechnen.
Bürgermeister zeigt sich verärgert
„Das ist natürlich ein Ärgernis für uns“, sagte der Rehnaer Bürgermeister Martin Reininghaus. Ärgerlich auch deshalb, da die Kommune für diese zusätzliche Investition wohl keine Förderung erhalten wird. Immerhin würden durch diese Maßnahme aber bauliche Anlagen, die an den Mühlenteich angrenzen, geschützt.
Nach Angaben von Martin Reininghaus soll die Thematik in der nächsten Stadtvertretersitzung auf den Tisch kommen. Diese findet voraussichtlich am Donnerstag, 18. Juni 2026, statt.
Historische Wassermühle mit einzigartigem Motor
Die Ursprünge der Rehnaer Wassermühle gehen bis ins Jahr 1715 zurück. Knapp 100 Jahre später wurde sie erweitert. 1911 folgte der Einbau eines Sauggasmotors der Firma Herford. Dieser Motor ist das einzige erhaltene Aggregat dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern.
Vier Millionen Euro investiert
Das Mühlenteich-Areal war erst vor wenigen Wochen nach einer aufwendigen Sanierung inklusive Entschlammung des Gewässers offiziell eingeweiht worden. Mehr als vier Millionen Euro hatte das Projekt gekostet. Rund 85 Prozent davon waren Fördermittel.
Bestandteil des Projektes waren auch die Herstellung eines Sandfanges im Zulaufbereich des Mühlenteiches, Entschlammungsarbeiten und die Herstellung einer Spundwand, auf der letztlich ein Teil der beleuchteten Steganlage installiert wurde. Zudem gab es den Bau von zwei kleinen Fußgängerbrücken und von Sitzgelegenheiten auf der Steganlage.
Für die Parkanlage „Mühlenteich“ gelten übrigens gleich mehrere Benutzungsregeln. So ist das Baden tabu. Motorradfahren und Lagerfeuer sind verboten. Außerdem ist es nicht gestattet, zu zelten. Wichtig für Hundebesitzer: Sie dürfen Bello und Co. am Mühlenteich nicht frei herumlaufen lassen. Denn es herrscht Leinenzwang für die Vierbeiner.



