Ostdeutsche Oberbürgermeister beraten in Cottbus über zunehmende Gewalt an Schulen
Am Donnerstag und Freitag kommen die ostdeutschen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister des Deutschen Städtetages zu einem wichtigen Treffen in Cottbus zusammen. Gastgeber und Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) hat dabei ein besonderes Anliegen: die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen, die er als „besonders besorgniserregend“ bezeichnet.
Gewaltprobleme in Cottbus als Auslöser für Diskussionen
In Cottbus haben sich in jüngster Zeit mehrere Vorfälle an Schulen ereignet, die das Thema in den Fokus rücken. An der Regine-Hildebrandt-Grundschule und im Stadtteil Sachsendorf kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Schüler vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen wurden. Eltern reagierten mit einem Brandbrief und mahnten dringend Hilfe an. Die Stadtverwaltung bestätigte in einem Schreiben, dass „nicht strafmündige Kinder mehrfach an gewalttätigen und verbalen Konflikten in der Schule, auf dem Schulhof sowie im Wohngebiet beteiligt“ waren.
Schick sieht dringenden Handlungsbedarf
Oberbürgermeister Tobias Schick betont, dass die Situation ein Alarmsignal darstellt. „Wenn Schülerinnen und Schüler Angst vor Übergriffen haben oder Konflikte immer häufiger mit Gewalt ausgetragen werden, müssen wir handeln“, so Schick. Er unterstreicht, dass Sicherheit an Schulen und im öffentlichen Raum eine Grundvoraussetzung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Die Kommunen dürften mit diesen Entwicklungen nicht allein gelassen werden. Prävention, klare Regeln und eine enge Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe, Polizei, Kommunen und Landesbehörden seien entscheidend, um die Probleme in den Griff zu bekommen.
Treffen des Deutschen Städtetages mit Pressegespräch
Das zweitägige Treffen der ostdeutschen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister in Cottbus dient dem Austausch über kommunale Herausforderungen. Am Freitag ist voraussichtlich um 13.00 Uhr ein Pressegespräch geplant, bei dem die Ergebnisse und mögliche Lösungsansätze vorgestellt werden sollen. Die Diskussionen werden sich insbesondere auf Strategien zur Gewaltprävention und die Stärkung der Sicherheit im schulischen Umfeld konzentrieren.



