Weiberfastnacht in Cottbus: Traditioneller Rathaussturm der Narrenweiber
In Cottbus herrschte am Donnerstag vor dem Rosenmontag ausgelassene Stimmung, als die Narrenweiber die Innenstadt unsicher machten. Mit dem Ruf Schnipp, Schnapp, Schlips ab übernahmen die Frauen symbolisch das Kommando und sorgten für fröhliches Treiben. Der Höhepunkt des Tages war der traditionelle Sturm auf das Rathaus, wo sich Oberbürgermeister Tobias Schick von der SPD bereitwillig in das Brauchtum einfügte.
Bunte Krawatte des Oberbürgermeisters wird geopfert
Die leuchtend bunte Krawatte von Oberbürgermeister Tobias Schick musste zur Weiberfastnacht dran glauben. In einer festlichen Zeremonie ließ er das besonders farbenfrohe Exemplar von den Narrenweibern kappen. Dieses Ritual symbolisiert die vorübergehende Machtübernahme der Frauen an diesem Tag, der stets am Donnerstag vor dem Rosenmontag gefeiert wird. Die Aktion fand vor begeistertem Publikum statt und unterstrich die lebendige Fastnachtstradition in der Stadt.
Funkenmariechen und Funkengarde begeistern im Rathaus
Bereits am Vormittag hatten Funkenmariechen im Rathaus von Cottbus für ausgelassene Stimmung gesorgt. Sie tanzten und schunkelten sich warm, bevor die Funkengarde eine Kostprobe ihres Könnens gab. Die bunt kostümierten Gruppen bereicherten das Fest mit akrobatischen Einlagen und traditionellen Tänzen, die die Zuschauer begeisterten. Diese Darbietungen sind ein fester Bestandteil der Weiberfastnacht und tragen zur fröhlichen Atmosphäre bei.
Brauchtum mit langer Tradition in Cottbus
Die Weiberfastnacht in Cottbus folgt einem jahrhundertealten Brauchtum, bei dem die Frauen die Rathäuser stürmen und symbolisch das Regiment übernehmen. Das Abschneiden der Krawatten steht dabei für die temporäre Entmachtung der Männer und wird mit viel Humor und Geselligkeit zelebriert. Diese Tradition stärkt das Gemeinschaftsgefühl und bewahrt kulturelles Erbe in der Region. Die Veranstaltung lockt regelmäßig zahlreiche Besucher an und festigt Cottbus als Hochburg der Fastnachtsfeierlichkeiten in Brandenburg.



