Tödlicher Absturz auf Windrad-Baustelle in Birstein: Zwei Arbeiter sterben im Turm
Tödlicher Absturz auf Windrad-Baustelle in Birstein

Tödlicher Absturz auf Windrad-Baustelle in Birstein: Zwei Arbeiter sterben im Turm

Ein tragischer Arbeitsunfall hat sich in den frühen Morgenstunden auf einer Windrad-Baustelle in Birstein im hessischen Main-Kinzig-Kreis ereignet. Zwei 32 Jahre alte Monteure stürzten im Inneren des Turms einer noch unfertigen Windkraftanlage ab und kamen dabei ums Leben. Der Vorfall geschah am Mittwochmorgen gegen 4.45 Uhr auf der Baustelle des Windparks Fischborn nahe der Bundesstraße 276.

Unfallhergang und sofortige Todesfolge

Nach ersten Informationen der Polizei stürzte ein Arbeitskorb im Turm der Windkraftanlage aus großer Höhe ab. Die beiden Arbeiter, die sich zu diesem Zeitpunkt in dem Korb befanden, waren laut Polizeiangaben sofort tot. „Sie waren offenbar sofort tot“, berichtet die Ermittlungsbehörde. Andere Arbeiter auf der Baustelle hatten den lauten Aufschlag des Korbs gehört und umgehend den Notruf abgesetzt.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten mit mehreren Fahrzeugen an die Einsatzstelle aus. Warum es zu dem tödlichen Unglück kommen konnte, ist noch völlig unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei hat einen beauftragten Gutachter hinzugezogen, um den genauen Hergang und die Ursache des Unfalls zu rekonstruieren.

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Hintergrund: Das Windpark-Projekt Fischborn

Der Windpark Fischborn befindet sich derzeit im Bau und soll nach Planungen von HessenEnergie Ende des Jahres 2026 in Betrieb gehen. Erst im September 2025 wurde der Spatenstich für das Projekt mit rund 75 Gästen gefeiert. Geplant sind mindestens neun Windkraftanlagen vom Typ Vestas V172 mit einer Leistung von jeweils 7,2 Megawatt.

Derzeit steht auf der Freifläche in Birstein-Fischborn lediglich die mehr als 100 Meter hohe Turmsäule – Generator und Rotorblätter fehlen noch. Nach Angaben der Betreiber soll der fertige Windpark genug grüne Energie für etwa die Hälfte des Main-Kinzig-Kreises erzeugen. Es handelt sich damit um das größte Windkraftprojekt der Region.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die genauen Umstände, die zu dem tödlichen Absturz führten, werden derzeit intensiv untersucht. Die Ermittler prüfen unter anderem technische Defekte, menschliches Versagen oder Sicherheitsmängel auf der Baustelle. Der Vorfall wirft Fragen nach den Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards bei solchen Großprojekten auf.

Die Identität der beiden verunglückten Arbeiter wurde bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Behörden informieren die Angehörigen und bieten psychologische Unterstützung für die Kollegen an, die den Unfall miterlebt haben.

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