Asylbewerber-Zahlen im Landkreis Rostock stark rückläufig
Die Zuweisungen von Asylbewerbern haben sich im vergangenen Jahr im Landkreis Rostock deutlich reduziert. Laut einer aktuellen Informationsvorlage der Kreisverwaltung für den Kreistag wurden 2025 insgesamt 237 Asylbewerber zugewiesen. Dies stellt einen markanten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr dar, als noch 476 Zuweisungen registriert wurden. Die Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden bleiben Syrien und Afghanistan.
Ukrainische Kriegsvertriebene weiterhin auf der Suche nach Schutz
Während die Zahlen bei Asylbewerbern stark sinken, zeigt sich bei den ukrainischen Kriegsvertriebenen ein anderes Bild. Die Zuweisungen gingen hier nur leicht von 133 im Jahr 2024 auf 114 im Jahr 2025 zurück. Zugleich bleiben die Direktaufnahmen in Flüchtlingsunterkünften auf einem hohen Niveau. Im vergangenen Jahr wurden 443 Ukrainer direkt in Unterkünften des Landkreises aufgenommen, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht.
Unterschiedliche Auslastung der Gemeinschaftsunterkünfte
Die Auslastung der verschiedenen Flüchtlingsheime im Landkreis fällt laut der Verwaltungsvorlage sehr unterschiedlich aus. In der Glasewitzer Chaussee in Güstrow waren im Januar 100 asylsuchende Personen untergebracht, bei einer Kapazität von 206 Plätzen. In Güstrow-Süd hielten sich 127 Personen auf, wobei hier 175 Plätze zur Verfügung stehen. In Jördenstorf waren 151 der insgesamt 290 Plätze belegt.
In der ehemaligen Schule Nord in Teterow wohnen weiterhin ukrainische Kriegsvertriebene. Im Januar waren dort 180 Menschen bei 220 verfügbaren Plätzen untergebracht. Neben diesen Sammelunterkünften hat der Landkreis Rostock zusätzlich 322 Wohnungen für die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern, Geflüchteten und Ukrainern angemietet. Mitte Januar lebten in diesen Wohnungen insgesamt 787 Personen.
Vertragsverlängerung für Jugendhaus Teterow geplant
Für die Unterkunft im Jugendhaus Teterow, in der im Januar 57 Ukrainer untergebracht waren, läuft der aktuelle Vertrag Ende Mai aus. Die Kreisverwaltung plant jedoch, diesen Vertrag um ein Jahr zu verlängern, wie aus Verwaltungskreisen verlautet. Diese Maßnahme soll die kontinuierliche Versorgung der schutzsuchenden Menschen gewährleisten.
Die Entwicklung im Landkreis Rostock spiegelt wider, dass trotz des allgemeinen Rückgangs bei Asylbewerbern die Aufnahme von ukrainischen Kriegsvertriebenen weiterhin eine wichtige Aufgabe bleibt. Die unterschiedliche Auslastung der Unterkünfte zeigt, dass die Kapazitäten flexibel genutzt werden können, um den Bedürfnissen der verschiedenen Gruppen gerecht zu werden.



