Trump attackiert Nato als 'Feiglinge' - Krieg im Iran eskaliert weiter
Trump nennt Nato 'Feiglinge' - Iran-Krieg eskaliert

Trump attackiert Nato-Verbündete als 'Feiglinge' im Iran-Konflikt

Die Spannungen im Iran-Krieg erreichen einen neuen Höhepunkt, während US-Präsident Donald Trump seine Nato-Partner scharf kritisiert und einen Waffenstillstand kategorisch ablehnt. In einer scharfen Stellungnahme auf Truth Social bezeichnete der Republikaner die Verbündeten als 'Feiglinge', weil sie die USA nicht bei der Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus unterstützt hätten.

Trumps Kriegsziele und Nato-Kritik

Trump sieht die Vereinigten Staaten kurz vor der Erreichung ihrer militärischen Ziele im Iran. 'Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger', schrieb der Präsident und warf den Nato-Partnern vor, sich über hohe Ölpreise zu beschweren, ohne aktiv zur Öffnung der Meerenge beizutragen. 'FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!', lautete seine deutliche Botschaft.

Der US-Präsident betonte, andere Länder müssten die für den globalen Ölmarkt entscheidende Straße von Hormus schützen. Die USA würden dabei helfen, wenn darum gebeten, aber 'das sollte nicht mehr nötig sein, sobald die Bedrohung durch den Iran beseitigt ist'. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist aufgrund des Krieges und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Militärische Eskalation und Truppenverlegungen

Während Trump öffentlich von einem baldigen Sieg spricht, intensivieren die USA ihre militärischen Aktivitäten erheblich. Nach Informationen des 'Wall Street Journal' entsendet das Pentagon drei Kriegsschiffe und zwischen 2.200 und 2.500 zusätzliche Marinesoldaten in den Nahen Osten. Der US-Sender CBS News berichtete zudem von Vorbereitungen für den möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran.

Präsident Trump habe über die Stationierung von Bodentruppen in der Region nachgedacht, allerdings sei noch unklar, unter welchen Umständen er einen solchen Einsatz genehmigen würde. Bereits vor einer Woche hatte das US-Militär Dutzende militärische Ziele im Iran bombardiert.

Trumps Kriegsziele und Ablehnung von Verhandlungen

Vor dem Weißen Haus erklärte Trump gegenüber US-Medien: 'Ich will keinen Waffenstillstand. Man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht'. Seine Kriegsziele umfassen die Zerstörung der iranischen Raketenkapazitäten und Verteidigungsindustrie, die Ausschaltung von Marine und Luftwaffe samt Flugabwehrsystemen sowie die dauerhafte Verhinderung eines iranischen Atomwaffenprogramms.

Trotz Trumps optimistischer Äußerungen über ein baldiges Kriegsende beobachten Medien wie die 'New York Times' eine kontinuierliche Intensivierung der US-Angriffe. US-Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber verstärken derzeit ihre Attacken auf iranische Drohnen und Kriegsschiffe, um die wichtige Handelsroute freizubekommen.

Iranische Reaktionen und Drohungen

Der Iran reagiert mit scharfen Gegenangriffen und Drohungen. Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte in einem Telefonat mit der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, sein Land habe die Straße von Hormus nicht gesperrt. Der Iran sei bereit, Ländern wie Japan eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten, sofern sie sich mit Teheran abstimmen.

Gleichzeitig betonte Araghtschi, dass der Iran 'keinen Waffenstillstand, sondern ein vollständiges, umfassendes und dauerhaftes Ende des Kriegs' anstrebe. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, drohte politischen und militärischen Gegnern mit weltweiter Verfolgung und erklärte, für sie würden 'weltweit Ausflugsziele, Erholungsgebiete sowie touristische Zentren nicht mehr sicher sein'.

Internationale Dimensionen des Konflikts

Der Konflikt weitet sich zunehmend international aus. Der Iran warnte den britischen Premierminister Keir Starmer, sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA werde nicht ohne Folgen bleiben. Großbritannien hatte den USA zunächst nur erlaubt, britische Stützpunkte für Verteidigungseinsätze zu nutzen, erweiterte diese Erlaubnis jedoch auf Angriffe gegen iranische Raketenstellungen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Laut US-Medienberichten griff der Iran einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean mit ballistischen Raketen an. Seit Kriegsbeginn wurden mindestens 37 Ölraffinerien, Erdgasfelder und andere Energieanlagen in neun Ländern durch Drohnen- und Raketenangriffe beschädigt.

Wirtschaftliche Maßnahmen und Rüstungslieferungen

Um die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen, lockern die USA vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das sich auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Bereits zuvor hatten die USA mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befindet, vorübergehend wieder straflos verkauft werden dürfe.

Die Trump-Regierung bemüht sich zudem intensiv darum, Luftabwehrsysteme, Radaranlagen und Drohnenabwehrsysteme an arabische Staaten und US-Streitkräfte in der Golfregion zu liefern. Diese Maßnahmen sollen deren Verteidigungsfähigkeit gegen die andauernden iranischen Raketen- und Drohnenangriffe stärken, wie das 'Wall Street Journal' berichtete.

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals 'Axios' erwägt Trumps Regierung Pläne, die iranische Öl-Insel Charg zu besetzen oder zu blockieren, um den Iran dazu zu bewegen, die Straße von Hormus wieder freizugeben. Diese Eskalation würde den bereits angespannten Konflikt weiter verschärfen.