Bäckerei Deuse: Insolvenzverfahren mit Masseunzulänglichkeit belastet Gläubiger schwer
Bäckerei Deuse: Insolvenzverfahren belastet Gläubiger

Bäckerei Deuse: Traditionsbetrieb im Insolvenzverfahren mit schweren Folgen

Die Bäckerei Deuse, ein langjähriger Familienbetrieb aus Friedland, befindet sich weiterhin in einem schwierigen Insolvenzverfahren. Für die Gläubiger zeichnen sich dabei kaum positive Aussichten ab, wie aktuelle Entwicklungen zeigen. Das Amtsgericht Neubrandenburg hat kürzlich bekannt gegeben, dass im Verfahren eine sogenannte Masseunzulänglichkeit vorliegt. Dieser juristische Begriff bedeutet, dass zwar die Finanzierung des Insolvenzverfahrens selbst gesichert ist, das verbleibende Vermögen des Unternehmens jedoch nicht ausreicht, um alle Forderungen der Gläubiger vollständig zu begleichen.

Wiederholte Masseunzulänglichkeit belastet das Verfahren

Bereits zum zweiten Mal im laufenden Insolvenzverfahren hat die Insolvenzverwalterin Sabine Fochler angezeigt, dass eine Masseunzulänglichkeit besteht. Schon mit dem offiziellen Start des Verfahrens am 1. Juli 2025 war dieser Umstand festgestellt worden, wie aus den Bekanntmachungen des Neubrandenburger Amtsgerichts hervorgeht. Die Rechtsanwältin aus Penzlin äußert sich aus datenschutzrechtlichen Gründen derzeit nicht zu Einzelheiten des Falls. Sie betont jedoch, dass sie aktuell mit den Verwertungs- und Abwicklungsarbeiten im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Bäckerei und Konditorei Richard Deuse GmbH beschäftigt ist. Ein konkretes Ende des Verfahrens sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Hintergrund: Familienbetrieb seit 1967 kämpfte ums Überleben

Die Bäckerei Deuse, die seit 1967 als Familienunternehmen bestand, musste im April 2025 Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit anmelden. Der Antrag ging am 11. April 2025 beim Neubrandenburger Insolvenzgericht ein. Geschäftsführer Jörg Deuse führte damals als Hauptgründe die massiv gestiegenen Rohstoffpreise und Energiekosten seit Beginn des Ukrainekriegs an. Viele Betriebe würden in dieser Situation ums Überleben kämpfen, betonte er. Der Traditionsbetrieb unterhielt Filialen in mehreren Orten, darunter:

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  • Friedland
  • Anklam
  • Ducherow
  • Torgelow
  • Löcknitz
  • Brüssow

Gescheiterte Rettungsversuche und Petition

Nach der Bekanntgabe der Insolvenz im April 2025 gab es noch Bemühungen, den Betrieb zu retten. Fred Asmus, ehemaliger Bürgermeister von Friedland zu DDR-Zeiten, startete eine Online-Petition, in der die Stadtverwaltung aufgefordert wurde, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Insolvenz zu verhindern. Die Petition wurde insgesamt 411 Mal unterzeichnet, doch diese Maßnahmen reichten letztlich nicht aus, um den Traditionsbetrieb vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Die Facebook-Seite der Bäckerei zeigt seit dem 1. Juli 2025 keine neuen Aktivitäten mehr – der letzte Beitrag bedankte sich bei den Kunden für die jahrelange Treue.

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