Eine Million Liter Wasser pro Stunde: Bundesstraße bei Neubrandenburg nach Überflutung voll gesperrt
Das anhaltende Tauwetter der vergangenen Tage hat in Mecklenburg-Vorpommern zu erheblichen Überflutungen geführt. Besonders betroffen ist die Region um Neubrandenburg, wo mehrere Bundesstraßen aufgrund der Wassermassen vollständig gesperrt werden mussten. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) sind seit Tagen im Dauereinsatz, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Massive Einsätze rund um die Uhr
Dutzende Einsatzkräfte waren abends und nächtlich in der Region Neubrandenburg im Einsatz. An der Bundesstraße 197 bei Sadelkow kam es zu schweren Überflutungen, die eine vollständige Sperrung der wichtigen Verkehrsader erforderlich machten. Die Feuerwehren waren bis tief in die Nacht vor Ort, um die Wassermassen zu bekämpfen. Für den Verkehr wurde eine Umleitung über Flienke, Eichhorst und Friedland eingerichtet.
Rekordverdächtige Pumpleistung in Trollenhagen
Besonders dramatisch gestaltete sich die Lage in Trollenhagen. Dort pumpte das THW zwischenzeitlich rund eine Million Liter Wasser pro Stunde ab – eine gewaltige Menge, die die Dimensionen der Überflutung deutlich macht. Auch in Warlin und Altentreptow waren die Einsatzkräfte den ganzen Tag über beschäftigt, um die Wassermassen zu bewältigen.
Ursachen und Auswirkungen
Die plötzlich milderen Temperaturen nach der winterlichen Kälteperiode haben zu einem raschen Tauwetter geführt. Die Schneeschmelze in Kombination mit bereits gesättigten Böden ließ die Wassermengen schnell ansteigen und über die Ufer treten. Die Überflutungen beeinträchtigen nicht nur den Straßenverkehr, sondern stellen auch eine Gefahr für angrenzende Gebäude und Infrastruktur dar.
Die Einsatzkräfte bleiben weiterhin in Alarmbereitschaft, da weitere Niederschläge und anhaltendes Tauwetter die Situation verschärfen könnten. Die Behörden raten Autofahrern, die gesperrten Bereiche zu meiden und Umleitungen zu beachten.



